29.12.2015 | Frohes neues Jahr!

Was Sie schon immer über Silvesterknaller wissen wollten

An Silvester lassen es viele so richtig krachen
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Für die einen gehört es zu Silvester, wie der Weihnachtsbaum zu Weihnachten. Für die anderen sind sie einfach nur zu laut, zu gefährlich und die Luft verpesten sie auch noch: Silvesterknaller.

Schon in vorchristlichen Zeiten sollten Lärm und Feuer böse Geister vertreiben. Nach altem Aberglauben sind in der Zeit um die Silvesternacht die Dämonen besonders aktiv. Auch heute wird noch ordentlich Krach gemacht. Mit einem Feuerwerk um Mitternacht wird das neue Jahr begrüßt, verbunden mit der Hoffnung, dass es gut werde.

Silvesterknaller haben es in sich

Doch Raketen und Knaller enthalten Schwarzpulver und Chemikalien für die Effekte. Sie müssen geprüft und gekennzeichnet sein, bevor sie verkauft werden dürfen. Seit 2009 regelt eine EU-Richtlinie die einheitliche Prüfung und Kennzeichnung von Feuerwerk.

Silvesterknaller - die großen Böller sind nur was für Profis

Knallkörper der Kategorie 2, zu der Silvesterfeuerwerk gehört, dürfen ohne besondere Erlaubnis, aber nur am 31. Dezember und 1. Januar von über 18-Jährigen abgebrannt werden.

Verboten ist das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern.

Behörden warnen vor nicht geprüften, illegal eingeführten und selbst gebastelten Knallern. Sie können zu schweren Verletzungen führen.

Silvesterknaller - für manche ein bleibender Eindruck

Explodierende Kracher erreichen in einem Umkreis von zwei Metern einen Lärmpegel von bis zu 160 Dezibel, mehr als ein startendes Düsenflugzeug erzeugt. Mehrere Tausend Menschen in Deutschland erleiden zu Silvester durch den Krach Verletzungen des Innenohrs - ein sogenanntes Knalltrauma.

Silvester - Feinstaub-Höhepunkt zum Jahresende

Jährlich werden nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 4000 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Das entspricht demnach etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.

Brot statt Böller - viele Millionen Euro gehen an Silvester in die Luft

Für die Silvesterknallerei 2014/15 gaben die Bundesbürger 129 Millionen Euro aus. Der Verband der pyrotechnischen Industrie erwartet für den kommenden Jahreswechsel einen ähnlichen Umsatz.

Unter dem Motto "Brot statt Böller" ruft das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt seit mehr als 30 Jahren zum Jahreswechsel zu Spenden auf.

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