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Was ist bei privaten Wasserkochern auf der Arbeit zu beachten

Die neue Mitarbeiterin möchte lieber Tee als Kaffee trinken. Damit keine Kosten anfallen, schlägt sie ihrem Chef vor, einen Wasserkocher von zu Hause mitzubringen. Der Vorgesetzte ist einverstanden. Doch weiß er auch, welche Verantwortung er sich damit in die Firma holt?

Ein Wasserkocher ist ein ortveränderliches elektrisches Arbeitsmittel. Während das Wasser darin heiß wird, kann das Gerät bewegt werden. Es ist nicht fest installiert. Damit nichts passieren kann, muss der Arbeitgeber vor dem ersten Einsatz überprüfen, dass der Wasserkocher sicher und unbeschädigt ist. Außerdem muss er darauf hinweisen, dass er nur zum Wasserkochen verwendet werden darf.

 

Schadhaftes Gerät

Nach ein paar Wochen fällt dem Auszubildenden auf, dass das Stromkabel am Wasserkocher defekt ist. Das Gerät darf nun nicht mehr benutzt werden und der Vorgesetzte muss über den Schaden informiert werden. Das ist wichtig, da durch ein schadhaftes elektrisches Gerät etwa ein elektrischer Schlag oder ein Brand verursacht werden können.

 

Gefährdungsbeurteilung

Der Wasserkocher wird repariert. Bei der Reparatur wird festgestellt, dass das Gerät noch nie überprüft wurde. Doch das ist regelmäßig erforderlich. Der Arbeitgeber muss in der Gefährdungsbeurteilung unter anderem festhalten, wann und wie ein ortsveränderliches elektrisches Arbeitsmittel, also auch der Wasserkocher, geprüft werden soll. Diese Prüfung muss dann professionell durchgeführt werden.

 

Professionelle Prüfung

Nur eine befähigte Person darf die Prüfung vornehmen. Im Fall des Wasserkochers muss dies ein Fachmann sein, beispielsweise jemand mit einer abgeschlossenen elektrotechnischen Berufsausbildung und mit mindestens einjähriger fachspezifischer Berufserfahrung sowie aktuellen Fachkenntnissen.

 

Dokumentationspflicht

Die Prüfung muss schriftlich dokumentiert werden. Das Dokument muss mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden. Folgende Angaben sollten darin festgehalten werden:

  • Prüfdatum,
  • Prüffrist,
  • Art der Prüfung,
  • Prüfgrundlage,
  • Was wurde geprüft?
  • Prüfergebnis,
  • Bewertung festgestellter Mängel,
  • Aussagen zum Weiterbetrieb,
  • Prüfperson.

Ausführlichere Informationen für Verantwortliche im Arbeits- und Gesundheitsschutz stehen im Faltblatt „Ortsveränderliche elektrische Arbeitsmittel“ der Unfallkasse Post und Telekom (UK PT), das Sie hier herunterladen können: http://www.ukpt.de/pages/dateien/faltblatt_ortsveraenderliche-elektrische-arbeitsmittel.pdf.

Schlagworte zum Thema:  Brandschutz

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