| Vorsicht Wildwechsel

Unfälle vermeiden

Dem würde ich lieber nicht auf der Straße begegnen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im Herbst steigt das Risiko durch Wildwechsel im Straßenverkehr. Wie lassen sich Wildunfälle vermeiden und was ist zu tun, wenn's doch passiert?

Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch das Risiko von Wildunfällen. Die meisten Unfälle passieren nach Sonnenuntergang.

Bundesweit wurden während der Jagdsaison 2012/13 knapp 210 000 Wildunfälle gezählt. Allein in Schleswig-Holstein wurden dabei im vergangenen Jahr insgesamt 205 Menschen verletzt.

Wie können Unfälle durch Wildwechsel vermieden werden?

  • Der wichtigste Rat von Verkehrs-Experten: Runter vom Gas, um Unfälle mit Wildschweinen, Hirschen und Rehen zu vermeiden.
  • Warnschilder ernst nehmen. Diese stehen an stark frequentierten Wildtier-Routen.
  • Vor allem in der Dämmerung sowie bei Nacht und Nebel wachsam sein.
  • Achtung: Wo ein Tier ist, sind meist mehrere. Vorsicht Nachzügler!
  • Runter vom Gas, wenn Wild auf der Straße auftaucht. Keine Vollbremsung machen. Ausweichmanöver können sonst schlimme Folgen haben, auch für andere Verkehrsteilnehmer.

Was muss man tun, wenn's doch zum Wildunfall gekommen ist?

  • Bei einem Unfall Warnblinker einschalten und Unfallstelle absichern. Die Polizei oder den zuständigen Förster oder Jäger informieren.
  • Das angefahrene Tier nicht auf der Straße liegen lassen. Dadurch können andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.
  • Das Tier darf man aber nicht mitnehmen, das gilt sonst als Wilderei.

Die Folgen von Wildunfällen können massiv sein: Bei Tempo 70 entspricht das Aufprallgewicht laut Polizei dem 50-fachen Eigengewicht. Bei einem 80 Kilogramm schweren Wildschwein sind das vier Tonnen.

Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Fahrzeug sicher für den Herbst machen.

Schlagworte zum Thema:  Wildunfall, Wildwechsel, Unfall, Herbst

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