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Tipp: Wie Sie einem Burnout vorbeugen

Aktuelle Studien zeigen, dass Arbeitnehmer aufgrund psychischer Leiden, wie dem Burnout-Syndrom, immer häufiger fehlen. Die Fehlzeiten sind dabei so lang wie bei keiner anderen Erkrankung.

Gerade Führungskräfte sind heute vielfach belastet. Die Arbeitszeiten gehen weit über die 40-Stunden-Woche hinaus. Das Erreichen bestimmter Leistungsvorgaben, eine zunehmende Aufgabendichte oder drohender Stellenabbau sind nur einige Punkte, die den Stress erhöhen und dadurch verstärkt zu psychischen Erkrankungen führen können. Der oft hinzukommende "Freizeitstress" potenziert diese Auswirkungen zusätzlich.

Den Stressoren kann man vielfältig entgegenwirken. Effektiv sind dabei Stressbewältigungsprogramme oder bestimmte Verhaltenstherapien, deren Vorgehen anhand konkreter Alltagsbeispiele erarbeitet wird, erklärt die Motio Verband GmbH. Zentrales Thema sind auch Struktur und Organisation und eine Optimierung des persönlichen Zeitmanagements. Dabei gilt es sich zunächst einen detaillierten Überblick über die eigenen Aufgaben zu verschaffen. Darauf aufbauend folgen eine realistische Planung und ein individueller Tagesablauf.

Unterstützend können Ausgleichstrategien, wie regelmäßige Bewegung, in den Alltag integriert werden. Weitere Maßnahmen, die helfen psychosomatische Erkrankungen vorzubeugen, sind auch bewusst eingesetzte Entspannungstechniken wie beispielsweise die progressive Muskelentspannung (PR), Atementspannung, Autogenes Training oder Thai Chi.

Auch die richtige Kommunikation ist ein Mittel zur Stressbewältigung. Wichtig ist, Probleme offen zu besprechen, aktiv um Hilfe zu bitten, sowie dem Gesprächspartner bewusst zuzuhören und nachzufragen. Auch das gezielte Hervorrufen positiver Gedanken und Gefühle (Visualisieren / "Tagträumen"), kann Stressoren reduzieren und eine positive Stimmung und Leistungsbereitschaft unterstützen.

Kai Rappenecker, Geschäftsführer der Motio Verbund GmbH, fasst die wichtigsten Strategien zusammen:
- Frühzeitige Planung
- Übersicht der Aufgaben erstellen und nach Prioritäten ordnen
- Entwicklung eines individuellen Tagesrhythmus
- Bewusste Integration aktiver Pausen
- Stressbewältigung durch Bewegung und Entspannungsverfahren
- Positive Wechselbeziehung von Arbeit und Freizeit
- Andere Wirklichkeiten anerkennen; Probleme mit anderen bearbeiten
- Aktiv Hobbys pflegen
- Maßvoller Konsum von Genussmitteln

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