21.12.2011 | Sicherheit

Tatort Büro: Weniger ist mehr - überflüssige Animations-Elemente bei PowerPoint-Präsentation

Wenn heutzutage Vorträge gehalten werden, dann flimmern Zahlen und Fakten nur so über die Leinwand. Dank der PowerPoint-Präsentation wird das gesprochene Wort zum multimedialen Ereignis. Doch was das Auge erfreut, ist nicht immer gut fürs Denken, zeigt eine aktuelle Studie.

Rostocker Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Wolfgang Nieke haben herausgefunden, dass diese Art, seine Vorträge zu untermalen, die schlechteste aller möglichen Varianten ist.

Warum? Weil bei den Zuhörern im Vergleich zu alternativen Präsentationsformen am wenigsten im Gedächtnis bleibt.


Das Arbeitsgedächtnis wird unnötig belastet, denn es hat laut den Forschern eben nur "eine beschränkte Kapazität". Den Lernenden gehen so viele wichtige Informationen verloren.

Alte und herkömmliche Methoden sind also nicht immer die schlechtesten.

Obwohl es die Präsentation per PowerPoint nun auch schon seit rund 30 Jahren gibt. Am besten – und da ist die Überraschung perfekt – schnitt die gute alte Präsentation mit Folie und Overhead-Projektor ab. Das hat die beste Wirkung auf den Lerneffekt. Auf Platz 2 kommt der Vortrag.

Das Ergebnis der Studie, die Rostocker Studenten, sowohl Anhänger als auch Skeptiker von PowerPoint,  über mehrere Jahre durchführten, ist auch für Nieke überraschend. Um sicher zu sein, hat er die Studie sogar zweimal durchführen lassen. Das Ergebnis blieb jedoch dasselbe.

Weniger ist mehr: Auf überflüssige Animations-Elemente lieber verzichten

"Vorsicht also mit PowerPoint", sagt Professor Nieke, Gründungsprofessor für Allgemeine Pädagogik an der Uni Rostock. Er rät nun zum "sorgsamen Umgang mit Animations-Elementen bei Lehrveranstaltungen".

Vor dem Hintergrund, dass immer mehr an Wissen vermittelt wird, sollte auf überflüssige Elemente verzichtet werden. "Dadurch wird die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Form umgelenkt".

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