30.09.2011 | Sicherheit

Regeln für sichere Waldarbeit

Die Forstbranche hat eines der höchsten Todesfallrisiken. Wer von einem fallenden Baum getroffen wird oder sich mit der Säge verletzt, schwebt fast immer in Lebensgefahr. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) hat deshalb für Arbeitsgeber und Arbeitnehmer zehn lebensrettende Regeln in einer Faltbroschüre zusammengestellt.

Sicherheitsregeln, geeignete Arbeitsmittel und persönliche Schutzausrüstung sind zentrale Arbeitsschutzfaktoren bei der Waldarbeit. Kommen Verantwortung, menschlicher Verstand sowie Kontrollen hinzu, wird es im Forst noch sicherer.


Die zehn Regeln im Überblick

1. Nicht allein arbeiten.

2. Baum und Umgebung beurteilen – Fällmethode wählen.

3. Gefahrenbereich sichern und überwachen.

4. Rückzugsort rechtzeitig aufsuchen.

5. Nicht unter Lasten aufhalten.

6. Gegen Absturz sichern.

7. Arbeitsmittel auf Funktionstüchtigkeit kontrollieren.

8. Erste Hilfe sicherstellen.

9. Auszubildende anleiten und betreuen.

10. Persönliche Schutzausrüstung tragen.

Zu jeder Regel ist eine knappe Anweisung sowohl für den Vorgesetzen als auch eine für den Arbeitnehmer formuliert.

 

Verantwortung übernehmen

Der Vorgesetzte ist maßgeblich für die Sicherheit verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehört es, dass er

  • klare Anweisungen gibt,
  • Mitarbeiter regelmäßig unterweist,
  • Sicherheitsregeln erklärt und durchsetzt,
  • die Arbeit organisiert,
  • für die Kommunikation technische Mittel sicher stellt und
  • immer wieder kontrolliert, dass Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden.

 

Die Broschüre „Zehn lebenswichtige Regeln für die Waldarbeit“ ist im Rahmen des Präventionsziels „Vision 250 Leben“ entstanden. Innerhalb von 10 Jahren sollen in der Schweiz 250 Berufsunfälle mit Todesfolge und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle verhindert werden.

Schlagworte zum Thema:  Persönliche Schutzausrüstung

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