19.03.2012 | Sicherheit

Mobbing - Den Betriebsrat einbinden

Mobbing ist auch ein Thema für den Betriebsrat, sei es, dass sich gemobbte Mitarbeiter an ihn wenden oder dass mit dem Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung zum Thema geschlossen wird.

Ein von Mobbing betroffener Arbeitnehmer kann sich an den Betriebsrat wenden. Selbst ohne eine Beschwerde des Betroffenen ist der Betriebsrat verpflichtet, gegen Mobbing vorzugehen. Im äußersten Fall kann er sogar verlangen, dass der mobbende Arbeitnehmer versetzt oder entlassen wird.


Betriebsvereinbarung "Gegen Mobbing"

Der Betriebsrat kann, wenn es ein muss, den Abschluss einer Betriebsvereinbarung zum Schutz vor Mobbing erzwingen. Die Vorteile einer Betriebsvereinbarung gegen Mobbing sind:

  • Eine Betriebsvereinbarung etabliert einen für alle Mitarbeiter verbindlichen Verhaltenscodex.
  • Eine Betriebsvereinbarung gibt der Führungskraft eine Grundlage, konsequenter gegen Mobber zu handeln. Mobbern drohen durch Betriebsvereinbarungen festgelegte Sanktionen bis zur Kündigung.
  • Der Betrieb signalisiert soziales Problembewusstsein.

Wenn Vorgesetzte - zusammen mit dem Betriebsrat - eine solche Betriebsvereinbarung erarbeiten wollen, ist es auch zu empfehlen, ähnliche Vereinbarungen über die Bereiche "sexuelle Belästigungen" sowie "Diskriminierungen" umzusetzen. Übrigens: bei den meisten Betriebsräten wird man mit diesem Thema "offene Türen einrennen".

 

Schulungen zum Thema Mobbing helfen

Eine Schulung zum Thema "Mobbing" kann sogar erforderlich sein, wenn konkrete Anhaltspunkte für Mobbingtendenzen sichtbar werden bzw. eine betriebliche Konfliktsituation oder ein sonstiger aktueller betriebsbezogener Anlass besteht.

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