19.07.2013 | Grüne Arbeitsplätze

Landwirtschaft und Forst sollen sicherer werden

Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft sollen sicherer werden
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft gehören zu den gefährlichsten. Das Unfallrisiko ist dort besonders hoch. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) plädiert für mehr und besseren Arbeitsschutz in dieser Branche.

Hohe Unfallzahlen auch im vergangenen Jahr nimmt die Gewerkschaft zum Anlass auf mögliche Mängel und notwendige Maßnahmen hinzuweisen. Die Bezirksverbände unterstützen den Aufruf des Bundesverbandes. Sie veröffentlichen ihre Zahlen und geben Tipps für einen besseren Arbeitsschutz.

Unfallzahlen 2012 und tödliche Unfälle

  • In Bayern verunglückten 35.000 Personen im Agrar- und Forstbereich, 60 Menschen starben an den Folgen des Unfalls.

  • In Nordrhein-Westfalen wurden 12.000 Unfälle gemeldet. Hier endete der Unfall für neun Menschen tödlich.

Branchentypische Unfallursachen

Gefahrenquellen sind vor allem Tiere und Maschinen. Die Arbeit mit den Lebewesen, den zum Teil riesigen Fahrzeugen wie Mähdrescher oder etwa mit Motorsägen verlangt ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit. Vor allem Stress und Zeitdruck führen dazu, dass sich immer wieder und viel zu oft Unfälle ereignen wie etwa

  • Kollisionen mit Schleppern,

  • Tritt- und Bissverletzungen, Quetschungen oder Brüchen durch Tiere,

  • Stürze von Leitern oder Bauwerken.

Persönliche Schutzausrüstung für alle Tätigkeiten

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz kann in der Land- und Forstwirtschaft noch deutlich erhöht werden. Dabei geht es oft um ganz grundlegende Schutzmaßnahmen wie die persönliche Schutzausrüstung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen,

  • Handschuhe,

  • Gehörschutz bei Arbeiten mit Maschinen und Geräten,

  • Gesichtsschutz bei Baumarbeiten.

Zusätzliche Sicherheit bieten aber auch Rückfahrkameras und Zusatzspiegel an Fahrzeugen.

Auch psychische Faktoren müssen berücksichtigt werden

Neben den technischen Maßnahmen und der Schutzausrüstung müssen auch die psychischen Faktoren berücksichtigt werden. Das bedeutet sowohl geregelte und begrenzte Arbeitszeiten wie ausreichend Zeit, um eine Tätigkeit auszuführen. Gerade in einer Branche, die unter anderem auch sehr vom Wetter abhängig ist, muss trotz aller Flexibilität auch Verlässlichkeit gegeben sein.

Schlagworte zum Thema:  Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Arbeitsschutz, Sicherheit

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