| Gefahrstoffschutzpreis

Innovative Lösungen ausgezeichnet

Zum neunten Mal wurde der mit 5.000 Euro dotierte Gefahrstoffschutzpreis verliehen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum neunten Mal wurde der mit 5.000 Euro dotierte Gefahrstoffschutzpreis verliehen. Neben den Siegern wurden zwei weitere Unternehmen für ihre innovativen Problemlösungen belobigt. Alle Lösungen zeichnen sich durch Ideenreichtum und Engagement für den Arbeitsschutz aus.

Staatssekratär Gerd Hoofe zeichnete die Gewinner aus. Beeindruckt würdigte er die Preisträger für ihre Beiträge, mit denen sie einen deutlichen Fortschritt für die Arbeitssicherheit und für den Umweltschutz entwickelt haben.

Wenige Milligramm Ozon statt literweise Wasserstoffperoxid

Mit einem Ozongenerator für die Leiterplattenfertigung haben die beiden Unternehmen AKON und Würth Elektronik die Jury überzeugt. Mit dem neuen Verfahren kann Ozon als Oxidationsmittel in einer geschlossenen Anlage im Milligrammbereich erzeugt und direkt dort eingesetzt werden, wo es gebraucht wird. Ozonüberschüsse werden in einem Restozon-Vernichter zerstört und als Sauerstoff an die Außenluft abgegeben.

Bisher musste Wasserstoffperoxid in Litermengen für das Herausätzen der Leiterplatten verwendet werden. Da dies nun nicht mehr benötigt wird, fällt auch der Gefahrstofftransport mit allen seinen Risiken weg. Insgesamt ein Gewinn an Sicherheit bei der Produktion sowie für den Verkehr und die Umwelt.

Selbstverdichtende Bodenplatte aus Bodenaushub

Für mehr Arbeitsschutz im Tiefbau sorgt das Verfahren der PROV Produktions- und Vertriebsgesellschaft. Die Idee, die dahintersteckt, schont Arbeiter und Umwelt. Um eine Bodenplatte herzustellen wird der Bodenaushub mit Wasser und umweltungefährlichen Materialen gemischt und dann wieder zurückgeführt. Die plastische oder fließfähige Masse verdichtet sich anschließend selbst.

Zu den Vorteilen zählen, dass kein mechanisches Verdichten mit benzin- oder dieselbetriebenen Stampfern oder Rüttelplatten erfolgen muss. Das bedeutet keine Abgasbelastung für die Arbeiter und insgesamt eine bessere CO2-Bilanz, da auch der Materialtransport sinkt, unter anderem dadurch, dass der Aushub an Ort und Stelle wiederverwendet wird.

Datenbank zu REACH fürs Baugewerbe

Belobigt wurde auch die BauDatenbank für ihre Online-Plattform zur praxisgerechten Umsetzung der REACH-Verordnung in der Lieferkette Bau.

Schlagworte zum Thema:  Gefahrstoff, Arbeitsschutz

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