04.09.2014 | Bundesinstitut für Risikobewertung warnt

Bunte Servietten können krebserregend sein

Schick aber evtl. gefährlich - bunte Servietten
Bild: Haufe Online Redaktion

Manchmal ist bunter nicht gesünder. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor bunten Papierservietten. Diese können können bei längerem Kontakt mit einer Speise primäre aromatische Amine (paA) abgeben, von denen einige als krebserregend und erbgutschädigend gelten.

Verbraucher wickeln Lebensmittel wie Brötchen oder Kuchen besser nicht zum Aufbewahren und Transportieren in bunte Papierservietten ein. Die primären aromatischen Amine werden nämlich über das Essen vom Menschen aufgenommen.

Aus diesem Grund sollten bunte Papierservietten auch nicht als Unterlagen von Speisen auf einem Buffet verwendet werden. Die Empfehlung gilt außerdem für bunte Papiertüten vom Bäcker.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, bestehende Grenzwerte zu überprüfen

Primäre aromatische Amine werden zur Herstellung sogenannter Azopigmente verwendet, erläutert das BfR. Diese werden in Druckfarben für Töne im Farbbereich Gelb, Orange und Rot eingesetzt.

Die Behörde empfiehlt dem Gesetzgeber, bestehende Grenzwerte für bestimmte paA zu überprüfen. Ob auch der "bestimmungsgemäße" Gebrauch der Servietten, vor allem das Mundabtupfen, bedenklich ist, lasse sich derzeit nicht sagen.

Schlagworte zum Thema:  Gefahrstoff, Krebserzeugend

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