| Bauwirtschaft

Arbeitssicherheit macht Berufe attraktiver

Mehr Arbeitssicherheit macht Bauberufe für junge Menschen attraktiver
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Weniger junge Menschen ergreifen einen Beruf in der Baubranche. Das mag auch daran liegen, dass sie Angst haben, den Job im Alter nicht mehr ausüben zu können. Nur wenn alle den Arbeitsschutz ernst nehmen, ist auch ein langes und gesundes Arbeiten auf der Baustelle möglich.

Zum Thema Arbeitsschutz in den Bauberufen äußerte sich Bundesarbeitsministerin von der Leyen in einem Interview. Sie fordert darin auf, dass alle Beteiligten dafür Sorge tragen, dass es auf dem Bau sicher zugeht. Ob Planer oder auszuführender Handwerker – jeder Einzelne kann und muss dazu beitragen, dass Arbeiten sicher erledigt werden. Wenn auf der Baustelle etwas passiert, hat das Ereignis oft gravierende Folgen. Immer wieder enden Arbeitsunfälle tödlich. 

Die Risikobereitschaft ist bei jüngeren Mitarbeitern oft höher als bei denen mit jahrelanger Berufserfahrung. Doch gerade in jüngeren Jahren muss sicheres Verhalten vermittelt und trainiert werden. Dann erst wird es Teil des beruflichen Alltags. Die Hauptverantwortung beim Arbeitsschutz liegt beim Unternehmer. Doch jeder ist auch für sich selbst und seine Arbeitssicherheit verantwortlich.

Positive Auswirkungen

Ein hohes Niveau im Arbeitsschutz wirkt sich auch positiv auf die wirtschaftlichen Kosten aus. Und im Rahmen des demografischen Wandels kann es zudem wichtig sein, diese Berufe wieder attraktiver zu machen. Bei einer Befragung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag beklagten 63 Prozent der Unternehmer einen Fachkräftemangel.

Berufstypische Belastungen

Zu den Gesundheitsrisiken in der Baubranche zählen vor allem:

  • negative Einflüsse durch Wind und Wetter,

  • ungünstige Körperhaltungen,

  • Arbeiten in großen Höhen,

  • Arbeiten an ständig wechselnden Einsatzorten,

  • Lärm und Staub,

  • Heben und Tragen schwerer Lasten.

Hinzu kommen die altersbedingten Beschwerden, deren Grundlagen ab dem 30. Lebensjahr gelegt werden, wie 

  • Übergewicht,

  • Bluthochdruck,

  • chronische Bronchitis,

  • Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden.

Gesetze und Hilfestellungen

Die theoretischen Grundlagen stehen im Arbeitssicherheitsgesetz (ASIG). Zur praktischen Umsetzung beraten die Betriebsärzte. Für Schulungen und Unterweisungen bieten sich besonders auch die praxistauglichen Handlungshilfen der Initiative Neue Qualität der Arbeit, INQA-Bauen, an.

Weitere Informationen finden Sie bei der Berufsgenossenschaft Bau (BG BAU) oder unter www.offensive-gutes-bauen.de.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsschutz, Baustelle, Demografischer Wandel

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