14.11.2012 | Herbst-Tipp

Autofahrer schätzen Geschwindigkeit bei Nebel falsch ein

Bei Nebel ist Autofahren besonders gefährlich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Beschlagene Scheiben und Nebel schränken im Herbst und Winter die Sicht beim Autofahren ein. Mit ganz unterschiedlichen Reaktionen, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Max-Planck-Wissenschaftler erklären, warum das so ist.

Sind die Scheiben beschlagen, verringern sich die Kontraste im gesamten Blickfeld. Das verführt zum schnelleren Fahren. Anders ist das bei Nebel. Dort werden die Kontraste vor allem zur Ferne hin immer geringer. Ist das der Fall, überschätzt man die eigene Geschwindigkeit und fährt langsamer, als man es vermutet. Das macht der vor Ihnen Fahrende allerdings auch!

Empfundene und tatsächliche Geschwindigkeit

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts konnten in einer Testreihe nachweisen, dass sich die empfundene und die tatsächliche Geschwindigkeit bei unterschiedlichen Sichtverhältnissen unterscheiden.

Zwischen 70 und 100 Stundenkilometern

Die Teilnehmer „fuhren“ für die Untersuchung durch eine Testszene – vergleichbar mit einer Fahrt auf der Landstraße. Bei guter Sicht betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 85 Stundenkilometer. Reduzierten die Wissenschaftler die Kontraste gleichmäßig, was mit der Situation von beschlagenen Scheiben vergleichbar ist, „rasten“ die Testpersonen mit 100 Kilometern über die Strecke. Bei schlechter Sicht im zentralen, fernen Blickfeld, und damit vergleichbar mit einer Fahrt im Nebel, reduzierte sich das durchschnittliche Tempo auf 70 Stundenkilometer.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Scheiben Ihres Autos nicht beschlagen sind

Richten Sie den Luftstrom der Heizung oder Klimaanlage so, dass Sie freie Sicht haben oder schalten Sie rechtzeitig die Scheibenheizung ein. Bei Nebel machen Sie das, was Ihr Auge Ihnen vermittelt. Drosseln Sie Ihr Tempo und denken Sie daran, dass das die anderen Verkehrsteilnehmer auch tun.

Schlagworte zum Thema:  Wegeunfall, Pendeln, Pendler, Winter

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