15.09.2014 | Atomkraftwerk Brunsbüttel

Atommüllfässer mit Rostschäden

Atommüll von Atomkraftwerken - Altlast für kommende Generationen
Bild: Haufe Online Redaktion

Das stillgelegte Atomkraftwerk Brunsbüttel kommt nicht aus den Schlagzeilen. Immer mehr rostige Atommüllfässer werden gefunden. Was bedeutet das für die Mitarbeiter und Anwohner?

Im stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel sind von nunmehr 217 untersuchten Atommüll-Fässern 38 stark beschädigt. Die neuen Zahlen teilte Energieminister Robert Habeck am Freitag in Kiel mit.

Atommüllfässer im stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel mit starken Rostschäden

Die in sogenannten Kavernen unterirdisch lagernden Behälter mit schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen wiesen starke Rostschäden oder andere schwere Beschädigungen auf. Bisher waren Schäden an 28 Fässern bekannt gewesen.

Atommüllfässer mit Rostschäden geben Radioaktivität frei
"Teilweise ist die Korrosion wanddurchdringend, teils sind Fassinhalte ausgetreten", berichtete Habeck. Insgesamt lagern in Brunsbüttel unterirdisch 631 Atommüll-Fässer, die Betreiber Vattenfall nach und nach mit einer Spezialkamera auf Schäden untersuchen lässt.

Keiner weiß wohin mit den rostigen Atommüllfässern

Eigentlich sollte der aus dem Reaktorbetrieb stammende Atommüll - vor allem sind das Filterharze und Verdampferkonzentrate - schon seit vielen Jahren im Endlager Schacht Konrad in Niedersachsen sein, doch dieses steht immer noch nicht bereit. Wann es in Betrieb gehen kann, ist offen.

Rostige Atommüllfässer - Gesundheitsgefahren für Mitarbeiter und Bevölkerung?

Laut Habeck nicht: Gesundheitsgefahren für Mitarbeiter des Kraftwerks und für die Bevölkerung gebe es nicht, da dicke Betonplatten die Kavernen von der Umgebung abschirmen. Zwischen den Fässern ist die radioaktive Strahlung aber hoch.

Strahlenschutz am Arbeitsplatz: Strahlenwirkung, Strahlenschäden, Risikofaktoren

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Schlagworte zum Thema:  Atomkraftwerk, Radioaktivität, Abfall, Gefährlicher Abfall

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