04.04.2014 | Arbeitssicherheit

Mit dem Sicherheitscoach in den Wald

Waldarbeiter leben gefährlich.
Bild: Michael Bamberger

Waldwirtschaft ist in Baden-Württemberg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nicht zuletzt deshalb wurden in den letzten Jahren auch 9,5 Mio. EUR in Sicherheitstechnik investiert. Doch die Unfallzahlen bleiben überdurchschnittlich hoch. Nun soll ein neues Konzept mehr Sicherheit bringen.

Vor allem von Oktober bis April, in den Monaten der Holzernte, ereignen sich immer wieder folgenreiche Arbeitsunfälle. Wenn ein Baumriese falsch fällt, kann das tragisch enden.

Hydraulische Fällkeile sollen die Arbeit erleichtern, Funkgeräte mit Headset für den nötigen Abstand sorgen.

Tipps zur sicheren Holzernte

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) weist, nachdem sich bereits zu Jahresbeginn wieder schwere Unfälle im Wald ereignet haben, auf Gefahren und Schutzmaßnahmen bei der Holzernte hin, wie etwa:

  • Nie alleine im Wald arbeiten.
  • PSA verwenden - Schnittschutzhose, Handschuhe, Sicherheitsstiefel, Gehörschutz und Helm.
  • Im Abstand der doppelten Baumlänge eine Sicherheitszone rund um den zu fällenden Baum einrichten.
  • Wege und Pfade absperren.
  • Deutlich darauf aufmerksam machen, dass im Gefahrenbereich Lebensgefahr besteht.

Moderne Technik verändert die Waldarbeit

Zieht moderne Technik in den Wald ein, verändert das häufig den organisatorischen Ablauf bei den Waldarbeiten. Doch es ist gar nicht so einfach, alte Gewohnheiten abzulegen und sich auf Veränderungen einzustellen. Da kann ein Blick von außen hilfreich sein.

Der Blick von außen durch den Sicherheitscoach

Für den Blick von außen sollen spezielle Sicherheitscoaches die Waldarbeiter in regelmäßigen Abständen begleiten. Sie sollen auf Mängel und Risiken achten, die sich bei der alltäglichen Arbeit eingeschlichen haben, so Minister Alexander Bonde, vom Forstministerium in Baden-Württemberg.

Partnerschaft für sichere Waldarbeit

Mit dem Konzept Partnerschaft für sichere Waldarbeit wollen Land und Kommunen in Baden-Württemberg in Zukunft enger zusammenarbeiten. Pro Waldarbeiter sollen jährlich 3.500 EUR für die Sicherheit aufgewendet werden. Vor allem Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeiter sollen vermehrt stattfinden. Denn Wissen schützt vor Gefahren.

Schlagworte zum Thema:  PSA, Persönliche Schutzausrüstung, Wald, Forst, Forstwirtschaft, Förster

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