05.01.2012 | Recht & Politik

Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften entdeckt. Pflichten für den Arbeitnehmer

Bild: Haufe Online Redaktion

Arbeitnehmer haben das Recht auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Doch fällt ihnen ein Verstoß gegen geltendes Recht auf, müssen sie reagieren.

An erster Stelle ist der Arbeitgeber für die Gefährdungsbeurteilungen und den Arbeitsschutz verantwortlich. Doch das funktioniert nicht immer. Manchmal hilft dann nur eine Anzeige. Die kann auch anonym erfolgen.


Betriebsrat

Jeder im Betrieb hat Rechte und Pflichten. So müssen etwa die Betriebsräte überwachen, ob der Arbeits- und Gesundheitsschutz eingehalten wird.

Finden keine Gefährdungsbeurteilungen statt oder werden gegen Gefahrenpunkte keine Schutzmaßnahmen definiert und umgesetzt, muss der Betriebsrat die Berufsgenossenschaft oder die zuständige Behörde darüber informieren.

Beschäftigte

Fallen bei der Arbeit erhebliche Mängel auf, müssen diese dem Arbeitgeber unverzüglich gemeldet werden. Abwarten oder wegschauen verlängert die Dauer eines Risikos unnötig. Am besten teilt man die Mängel auch der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt und dem Sicherheitsbeauftragten kurz schriftlich mit.

Meldepflicht gilt auch für Leiharbeiter

Reagiert der Arbeitgeber nicht auf den Hinweis, sind die Behörden zu informieren. Wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, kann dies auch anonym mitteilen. Diese Meldepflicht gilt übrigens auch für Leiharbeiter.

Schlagworte zum Thema:  Compliance

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