| Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie

Positive Bilanz zur ersten Strategieperiode

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie zieht eine positive Bilanz ihrer Tätigkeit
Bild: PhotoDisc Inc.

Seit 2008 gibt es die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA). Nach einer holprigen Startphase, in der die Akteure von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern zusammenfinden mussten, entwickelte sich die erste Periode erfolgreich, wie ein Bericht belegt. Das duale Arbeitsschutzsystem ist heute moderner und effizienter gestaltet.

Bund, Länder und gesetzliche Unfallversicherungsträger ziehen heute an einem Strang, wenn es um den Arbeitsschutz geht. Präventionsschwerpunkte werden abgesprochen. Vorschriften, Regeln und Informationen werden praxisnah formuliert und mit Beispielen belegt. Die Beratungen und Überwachungen in den Betrieben finden gemeinsam mit den Verantwortlichen statt. Dabei werden vor allem auch die Bedingungen vor Ort berücksichtigt.

Von der Optimierung der Zusammenarbeit hin zur betrieblichen Prävention für Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit

Der Abschlussbericht zur Dachevaluation der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie beinhaltet u. a. die Kapitel

  • Optimierung der Zusammenarbeit der Träger im dualen System,
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit Dritten,
  • Relevanz und Wirksamkeit des institutionellen Arbeitsschutzes auf betrieblicher Ebene sowie
  • Betriebliche Prävention für Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Auswertungen zu den Arbeitsschutzzielen

Die Arbeitsschutzziele aus den Jahren 2008 – 2012 wie etwa

  • Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen,
  • Verringerung von Häufigkeit und Schwere von Muskel- Skelett-Belastungen und Erkrankungen (MSE) oder
  • Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Hauterkrankungen

werden im Bericht unter verschiedenen Aspekten betrachtet und ausgewertet.

Positive Aspekte der GDA zeigen Wirkung

Der Vorteil und eine bessere Zielerreichung durch die GDA werden laut dem Abschlussbericht u. a. in folgenden Aspekten gesehen:

  • weitgehende fachliche Autonomie der Akteure,
  • nachhaltige strategische Kooperation,
  • trägerübergreifende Koordination,
  • optimale Nutzung von vorhandenen Kenntnissen,
  • Führungsprinzip Auftrag statt Weisung,
  • langfristig stabile Strukturen sowie
  • anwenderorientierte und arbeitsteilige Beratung und Überwachung der Betriebe.

Deutlich bessere Ergebnisse bei den zentralen Aspekten des Arbeitsschutzes

Im Abschlussbericht finden sich auch die Ergebnisse der GDA-Betriebsbefragung. Sie belegen, dass Unternehmen, die in die GDA-Arbeitsprogramme einbezogen waren, bei Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, sicherheitstechnischer und betriebsärztlicher Betreuung deutlich besser abschneiden als nicht eingebundene.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsschutz, Strategie, Berufsgenossenschaft, Gewerbeaufsicht

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