| Fußball-EM

Was ist am Arbeitsplatz erlaubt?

Fußball schauen am Arbeitsplatz? Nur wenn's der Chef erlaubt.
Bild: Michael Bamberger

Noch bis zum 10. Juli jubeln die europäischen Fußballfans. Doch vor allem die Nachmittagsspiele fallen bei den meisten Beschäftigten in die reguläre Arbeitszeit. Und manch einer würde am liebsten den ganzen Tag im Trikot rumlaufen. Was ist am Arbeitsplatz erlaubt?

Die DGB Rechtschutz gibt Tipps, was während der Fußball-EM 2016 erlaubt ist und was man besser lassen sollte. Denn nicht jeder Chef ist von Fußball begeistert und auch nicht jedem Kunden ist nach Jubeln.

Blaumachen geht gar nicht - auch nicht bei der Fußball-EM

Der Vorteil einer Europameisterschaft, allemal wenn das Austragungsland Frankreich ist: Die Spiele finden ohne Zeitverschiebung statt. Kurz vor 23 Uhr erfolgt der Schlusspfiff. Wer allerdings früh morgens aufstehen muss, für den kann das schon wenig Schlaf bedeuten. Was gar nicht geht, ist zu spät zur Arbeit zu kommen oder blaumachen. Da droht eine Abmahnung.

Sich freie Zeit verschaffen, damit die Arbeit nicht drunter leidet

Wer auch die Abendspiele anschauen will und vielleicht auch noch die Interviews danach, sollte sich überlegen, ob er

  • Überstunden abbauen kann oder
  • Urlaub einreichen will.

In anderen Fällen kann

  • die Gleitzeit oder
  • ein Schichttausch  

dafür sorgen, dass Fußballgucken und Arbeiten miteinander vereinbar sind.

Was ist am Arbeitsplatz erlaubt: nur der Blick aufs Endergebnis?

Am Arbeitsplatz die Spiele anzuschauen geht übrigens nur, wenn der Chef das erlaubt. Das ganze Spiel wird wohl niemand während der Arbeit mitverfolgen können. Da wäre die Ablenkung von der beruflichen Tätigkeit und das Fehler- und Unfallrisiko viel zu groß.

Deshalb ist Fernsehen am Arbeitsplatz laut Bundesarbeitsgericht auch grundsätzlich verboten. Doch mal kurz den Zwischenstand oder das Endergebnis im Fernsehen, im Livestream oder Live-Ticker im Internet anschauen, kann nach vorheriger Absprache erlaubt werden.

Nostalgisch, aber durchaus eine Lösung: Fußball-EM im Radio

Anders sieht es beim Radio aus. Wenn die Arbeitsabläufe dadurch nicht beeinträchtigt werden und niemand sich gestört fühlt, darf die EM im Radio mitverfolgt werden.

Trikot und Fähnchen – nur wenn’s der Chef erlaubt

Wenn es um das Tragen von Trikots und dem Aufhängen von Fähnchen geht, hat der Chef das Sagen. Denn Kleiderordnung und Arbeitsplatzgestaltung ist Chefsache.

Fair Play gegenüber den Kollegen, auch während der Fußball-EM

Nicht jeder ist von Fußball begeistert. Hier empfiehlt es sich, Rücksicht zu nehmen, damit das Betriebsklima auch nach der EM noch stimmt. Dazu gehört es auch, sich gegenüber den Kollegen aus anderen europäischen Ländern respektvoll zu verhalten. Sonst zückt der Chef die Gelbe Karte!

Schlagworte zum Thema:  Fußball, Europameisterschaft

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