10.02.2012 | Recht & Politik

CSR: Apple nimmt stärker Einfluss auf Zulieferer

Apple übernimmt zunehmend Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern seiner Zulieferer. Im aktuellen Jahresbericht des Unternehmens stehen unter anderem deren Arbeits- und Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Ausbildung im Mittelpunkt. Auch wird offengelegt, was bei Kontrollen bemängelt wurde. Und es wird aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen die Arbeitsbedingungen zukünftig verbessert werden sollen.

Apple beginnt nicht erst jetzt, sich um Themen wie Sicherheits- und Gesundheitsschutz zu kümmern. Allerdings hat das Unternehmen die Kontrollen verschärft, nachdem bekannt wurde, dass sich beispielsweise nur etwa 38 Prozent seiner überwiegend asiatischen Zulieferfirmen an die festgesetzten Normen halten.


Bemängelt wurde bei Inspektionen unter anderem, dass

  • die wöchentliche Arbeitszeit von 60 Stunden überschritten wird,
  • es keinen garantierten freien Tag pro Woche gibt,
  • fahrlässig mit gefährlichen Substanzen umgegangen wird,
  • ein erhöhtes Verletzungsrisiko hingenommen wird,
  • schlecht bezahlt wird oder
  • Leiharbeiter zu hohe Vermittlungsgebühren bezahlen müssen.

 

Mitglied der Fair Labor Association

Im Januar 2012 trat Apple als weltweit erste IT-Firma der gemeinnützigen Fair Labor Association (FLA) bei. Diese Organisation setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen ein.

Außerdem veröffentlichte der Apple-Konzern eine Liste, in der 156 Partnerfirmen aufgeführt sind – das entspricht 97 Prozent der Zulieferer – die an der Herstellung der Apple-Produkte beteiligt sind.

 

Zu den Maßnahmen im vergangenen Jahr zählten unter anderem verschärfte Vorgaben in den Bereichen

  • Staubkonzentration an Produktionsplätzen,
  • Entlüftung, Luftreinigung sowie Inspektion der Anlagen,
  • Abwasseraufbereitung,
  • Luftverschmutzung,
  • Abfallentsorgung,
  • Lärmschutz.

 

Für 2012 hat sich das Unternehmen vorgenommen

  • die Umweltschutz-Betriebsprüfungen auszuweiten,
  • die Platinenherstellung unter die Lupe zu nehmen,
  • Sensibilisierungskampagnen durchzuführen,
  • möglichst konfliktfreie Rohstoffe wie Tantal, Zinn, Wolfram und Gold zu verwenden,
  • Zulieferer-Metallhütten in der problemfreien Herstellung von Metallen auszubilden, um in Zukunft Ware nur noch aus verbrieften Werkstätten zu beziehen,
  • das Ausbildungsprogramm zu verbessern und auszuweiten,
  • neben dem Sicherheits- und Fertigungs-Training für die Mitarbeiter – auch der Zulieferfirmen –  weiterhin Kurse in Buchhaltung, Computeranwendungen und Englisch anzubieten.

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