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Zu viel Stress im Job - Vorgesetzten rechtzeitig ansprechen

Nicht immer ist Stress ungesund. Aber wenn Arbeitnehmer regelmäßig nicht mehr wissen, wie sie ihr Pensum schaffen sollen, ist eine Grenze überschritten. Dann sollten sie aktiv werden und nicht einfach hoffen, das Problem löse sich von selbst.

Stress muss nicht schlimm sein. Doch zu viel davon macht krank. Ungesunder Stress entsteht dann, wenn der Beschäftigte feststellt, dass das Arbeitspensum von ihm nicht mehr zu schaffen ist, sagte Prof. Martin Schütte von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin dem dpa-Themendienst.


Das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen

Fühlt sich ein Arbeitnehmer von der Fülle der Aufgaben überfordert, sollte er schnell reagieren: "Ich würde ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Vorgesetzten oder dem Betriebsrat suchen, wenn ich angestellt bin", rät Prof. Schütte.

Dort schildere man am besten das Problem und suche dann gemeinsam nach einer Lösung für die zu hohe Arbeitsbelastung. Ist jemand selbstständig, könne er sich zum Beispiel Hilfe bei einem Hausarzt oder Arbeitsmediziner suchen.

Bei Stress wird häufig zu spät reagiert

Berufstätige machten jedoch häufig den Fehler, dass sie auf ungesunden Stress zu spät reagieren. "Zu körperlichen Symptomen wie Erschöpfungszuständen oder Gereiztheit sollte man es erst gar nicht kommen lassen", rät Schütte. Solche Beeinträchtigungen sind zu vermeiden. Denn sei die betroffene Person vom Stress bereits krank geworden, sei es viel schwieriger, sie zu therapieren.

Auszeit allein reicht oft nicht aus

Ist das Gespräch mit dem Vorgesetzen keine Alternative, etwa weil der Arbeitsvertrag befristet ist, wäre eine Kur zu überlegen. Langfristig sei das in der Regel jedoch keine Lösung. Denn komme der Arbeitnehmer zurück in den Joballtag und es hat sich an der Arbeitsbelastung nichts geändert, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er an genau der gleichen Situation erneut erkranke.

Schlagworte zum Thema:  Psychische Belastung

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