13.12.2011 | Sicherheit

Unternehmen für vorbildliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet

Ob kleines Unternehmen oder Weltkonzern – die Gesundheit der Mitarbeiter hängt nicht von der Betriebsgröße ab. Und ein gesunder Lebensstil nicht von der Branche. Dies belegen die elf Gewinner des deutschen Unternehmenspreises Gesundheit.

Bereits zum fünften Mal wurde der Preis verliehen. Der Schwerpunkt für die Wahl lag auf den Bereichen

  • älter werdende Belegschaft,
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie
  • dem Problem der zunehmenden psychischen Leiden.


Ausgezeichnet wurden Unternehmen aus sieben Kategorien

  • Industrie,
  • Handel/Transport/Verkehr,
  • Öffentlicher Dienst,
  • Energie- und Wasserversorgung,
  • Kredit- und Versicherungsgewerbe,
  • Gesundheits- und Sozialwesen und
  • kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Erkennbar ist bei den Preisträgern wie firmenspezifisch das Thema angegangen werden kann und muss. Hier einige Beispiele.

Vorbildliche Führungskraft

Sieger der Kategorie „Industrie“ ist die Hering Unternehmensgruppe, ein familiär geführtes Bauunternehmen mit etwa 300 Beschäftigten. Bei diesem Beispiel aus der Baubranche zeigt sich, wie wichtig das Engagement der verantwortlichen Führungskraft ist.

Die Geschäftsführerin selbst trägt die Verantwortung und stellt ihre Mitarbeiter und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

80 Prozent beim Gesundheitstraining

Die Whatman GmbH wurde bei den kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) ausgezeichnet. In dem Unternehmen mit nur rund 200 Mitarbeitern konnten 80 Prozent der Belegschaft innerhalb von nur zwei Jahren für freiwillige Gesundheitstrainings gewonnen werden.

Grund dafür könnte das breite Angebot mit den Themenbereichen Wellness, Training und Prävention, gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung, Sport, Stressbewältigung sowie krankheitsbedingte Abwesenheit und Wiedereingliederung sein.

Therapiestunden vom Arbeitgeber

Mit 164.000 Mitarbeitern ist die Daimler AG ein Weltkonzern. Diese Jahr erhielt der Konzern den Sonderpreis „Psychische Gesundheit“.

Überzeugt hat die Jury der Umgang mit dem Thema. So wird es unter anderem durch die offensive Zusammenarbeit mit einer psychosomatischen Klinik entstigmatisiert. Und wenn Mitarbeiter professionelle Hilfe benötigen, bezahlt Daimler die Therapiesitzungen.

Kollegen für Kollegen

Der „Newcomer“-Preis geht an das Universitätsklinikum Jena. Das Klinikum nutzt das Fachwissen im eigenen Haus gezielt für die 4.800 Mitarbeiter.

Die Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig, wenn es um das Thema Gesundheit geht. So bieten etwa die Physiotherapeuten als auch die Diätberatin ihre Leistungen auch für die Kollegen an.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliches Gesundheitsmanagement

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