| Seelische Belastungen

Tipps zur Prävention von Stress

Auswege aus der Stressfalle - aber wie?
Bild: Haufe Online Redaktion

Auf den Einzelnen kommt es genauso an wie auf die Organisationsstruktur im Unternehmen. Wenn es um chronischen Stress in der Arbeitswelt geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Die meisten sind bekannt. Doch in der Praxis mangelt es oft noch an vorbeugenden Maßnahmen.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) fordert mehr Prävention, wenn es um Stress am Arbeitsplatz geht. Ursachen zu kennen oder sie zu vermuten und sie dann zu ignorieren führt dazu, dass die Mitarbeiter dauerhaft überlastet sind.

Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz heißt deshalb auch, den seelischen Belastungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und dort Veränderungen zu initiieren. Gut und stark fühlen sich Mitarbeiter, wenn sie Aufgaben bewältigen können.

Stressprävention - hier sollte man genau hinschauen

Auch wenn jedes Unternehmen und jeder Mitarbeiter anders ist, kann man auf bekannte mögliche Gefahrenquellen achten. Dazu gehören unter anderem:

  • Gestaltung des Arbeitsplatzes,
  • Pausenzeiten,
  • Erholungsphasen,
  • Erreichbarkeit,
  • Unternehmenskultur,
  • Transparenz der Abläufe,
  • Entscheidungsspielräume,
  • Bezahlung und
  • Mitsprachemöglichkeiten.

Auch passgenaue Personalauswahl kann Stress verhindern

Wer für die Personalauswahl zuständig ist, sollte gut überlegen, ob ein (neuer) Mitarbeiter mit seinen Fähigkeiten den richtigen Platz im Arbeitsprozess einnimmt. Dazu lohnt es sich, die Potenziale der einzelnen Mitarbeiter genau zu kennen oder in Erfahrung zu bringen. Und dabei sollte man auch bedenken, dass sich Menschen verändern. Sie werden älter und erfahrener, erlangen neue Kompetenzen und verschieben vielleicht auch ihre Prioritäten hinsichtlich der Arbeit und des Privatlebens.

Seelische Belastungen machen krank - deshalb muss sich etwas verändern

Wie wichtig es ist, den Schwerpunkt mehr auf die psychischen Bedürfnisse der Mitarbeiter zu legen wird an den aktuellen Krankenzahlen deutlich: Inzwischen verursachen psychische Erkrankungen 12,5 % der Fehlzeiten. Durchschnittlich fällt ein Betroffener für 30 Tage im Jahr aus. Bei den Gründen für eine Frühverrentung liegt der Anteil bei 41 %.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Stressabbau, Psychische Belastung, Burn-out-Syndrom

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