Neue Verordnung zur Styropor-Entsorgung ist in Kraft getreten Bild: Jörg Brinckheger ⁄

Die Entsorgung von Dämmplatten aus Styropor ist wieder einfacher und günstiger. Eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung ist am 1.8.2017 in Kraft getreten.

Dämmplatten aus Styropor, die das Brandschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) enthalten, gelten nicht mehr als Sondermüll und können wieder ohne Sondergenehmigung entsorgt werden. Dies ergibt sich aus einer Rechtsverordnung der Bundesregierung, die seit 1.8.2017 gilt. Die Platten müssen allerdings getrennt gesammelt und dürfen nicht mit anderem Bauschutt vermischt werden. Die neue Verordnung tritt an die Stelle einer Zwischenlösung, auf die sich Bund und Länder im Dezember 2016 verständigt hatten.

Einstufung als Sondermüll führte zu Entsorgungsengpass

Styroporplatten mit dem Brandschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) waren seit Oktober 2016 als gefährlicher Abfall eingestuft, der nicht mehr zusammen mit anderem Bauschutt, sondern nur mit Sondergenehmigung verbrannt werden darf. Folge dieser Einstufung waren Entsorgungsengpässe auf Baustellen, weil viele Müllverbrennungsanlagen die erforderliche Sondergenehmigung nicht hatten. Zudem sind die Entsorgungskosten erheblich gestiegen. Um vorerst Abhilfe zu schaffen, war die Einstufung von HBCD als Sondermüll im Dezember 2016 für ein Jahr ausgesetzt worden („Moratorium“).

Schlagworte zum Thema:  Entsorgung, Verordnung

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