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| Rückengesundheit

Hexenschuss - schmerzhaft aber meist harmlos

Ein Hexenschuß kann sehr schmerzhaft sein.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Eine falsche Bewegung und schon kann es zum Hexenschuss kommen. Doch eigentlich kommt er gar nicht wirklich aus heiterem Himmel. Ursachen sind permanente Fehlbelastungen bei der Arbeit, ein ungesunder Lebensstil oder eine familiäre Vorbelastung.

Zu den Fehlbelastungen, die Rückenschmerzen auslösen können, gehören falsches Heben und Tragen ebenso wie Zugluft oder Stress. Der Rücken macht lange mit, doch irgendwann ist es ihm zu viel.

Ein plötzlich auftretender Schmerz im Lendenwirbelbereich ist ein typisches Zeichen für einen Hexenschuss. Der ist aber meist harmlos und lässt sich eigentlich gut vermeiden.

Schonen ist die beste Therapie bei Hexenschuß

Muskelverspannungen sind die häufigste Ursache für einen Hexenschuss. Also keine gefährliche, aber oft eine sehr schmerzhaft Angelegenheit. Der Hexenschuss kann bis zu einer Woche andauern. In dieser Zeit sollte man sich schonen. Mehr nicht.

Medikamente sind lauf Professor Dr. Frank Kandziora von der BG Unfallklinik in Frankfurt nicht notwendig. Wärme kann helfen, dass sich die Muskeln entspannen.

Wenn die Familie auf den Rücken schlägt

Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Gene beim Verschleiß an Bandscheiben und Rücken eine Rolle spielen. Menschen, die familiär mit Rückenschmerzen vorbelastet sind, sollten deshalb verstärkt auf ihren Rücken achten.

Präventionsmaßnahmen schützen den Rücken

Ein gesunder Lebensstil kann viel zur Rückengesundheit beitragen. Wichtig sind

  • sich regelmäßig zu bewegen,
  • sich gesund zu ernähren und
  • nicht zu rauchen.

Je nach Tätigkeit sollte ein Teil der Bewegung aus Ausgleichsübungen bestehen. So muss z. B. bei einem starken Rücken besonders die Bauchmuskulatur trainiert werden, damit ein Kräftegleichgewicht entsteht. Auch auf die korrekte Ausführung von Bewegungen ist extrem zu achten.

Hexenschuß vorbeugen - Übergewicht reduzieren

Eine gesunde Ernährung unterstützt den Rücken in der Form, dass sich so das Körpergewicht reduzieren oder auf einem gesunden Niveau halten lässt. Denn Übergewicht belastet den Muskel-Skelett-Apparat und schadet dem Rücken.

Auch Nikotin schadet dem Rücken. Rauchen verhindert, dass die Bandscheiben ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden können. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Nikotin Rückenschmerzen verstärken kann.

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Haufe Online Redaktion

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