29.07.2014 | Psychische Gesundheit

Leiden Sie auch an FOMO?

FOMO nennt man die ständige Angst, etwas zu verpassen
Bild: MEV-Verlag, Germany

Stress und Hektik – davon hört man oft im Zusammenhang mit der Arbeit. Doch selbst nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub fühlen sich viele getrieben und kommen nicht zur Ruhe. Schlecht für die Gesundheit. Doch häufig sind wir selbst mit schuld, wenn es uns zu viel wird.

Einfach mal entspannen und dabei nicht das Gefühl haben, etwas zu verpassen. Das können wir immer weniger. Mit der ständigen Erreichbarkeit und der unklaren Trennung zwischen Beruflichem und Privaten lassen wir uns auf eine Situation ein, die uns schnell über den Kopf wächst.

Digitale Technik wird beruflich und privat genutzt

Zwei Handys? Hat kaum jemand. Die meisten nutzen ihr Samrtphone beruflich und privat. Ist ja auch viel einfacher, als 2 Geräte dabeizuhaben. Vor allem Jüngere nutzen ihre digitale Ausrüstung, wie Laptop, Tablet-PC oder Smartphone, für den Beruf und die Freizeit.

Angst, etwas zu verpassen

Eine klare Trennung bei der IT-Technik findet ebenfalls nur selten statt. 2 E-Mail-Adressen ja, aber viele lassen sich benachrichtigen, wenn etwas Neues eingegangen ist, egal von wem es kommt. Der Vorteil: Man verpasst nichts. Das Risiko für die Gesundheit: Angst zu entwickeln, etwas verpassen zu können.

FOMO – Vorstufe vom Burnout?

In Amerika wird die Angst, etwas zu verpassen, mit FOMO bezeichnet – Fear of missing out. Manche behaupten, dieses Angstgefühl sei so etwas wie eine Vorstufe zum Burnout.

Tipps, wie Sie etwas für Ihre Entspannung und Gelassenheit tun können:

  • Trennen Sie zwischen Beruf und Privatem, wann immer dies möglich ist: Investieren Sie z. B. in private Zweitgeräte, eine zweite Telefonnummer, einen Festnetzanschluss mit Anrufbeantworter oder 2 unterschiedliche Klingeltöne.
  • Verzichten Sie auf Benachrichtigungen, wenn neue E-Mails eingegangen sind. Legen Sie für sich 2–3 Zeiten pro Tag fest, an denen Sie in Ihre E-Mail-Konten schauen.
  • Halten Sie mindestens einen Tag am Wochenende terminfrei – auch von Freizeitaktionen.
  • Legen Sie Zeiten fest, wann Sie welche Geräte täglich ganz abschalten.
  • Erlauben Sie sich täglich den Luxus, einfach mal nichts zu tun.
  • Lassen Sie im Urlaub die Kamera zu Hause und verzichten Sie aufs Fotografieren. Machen Sie also auch keine Selfies mit dem Handy. Schreiben Sie stattdessen mal wieder Postkarten. Davon genügen übrigens schon 2 oder 3.

Alle News zum Thema "Psychische Belastung" finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Psychische Belastung, Psychische Störungen, Stress, Burnout, Psychische Gesundheit

Aktuell

Meistgelesen