Rauchen, hohe Cholesterinwerte, Fettleibigkeit und Bluthochdruck zählen zu den typischen Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauferkrankung. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es allerdings ein weitere Faktor: Depressionen.

In einer 10-jährigen Studie mit rund 3.500 männlichen Patienten im Alter zwischen 45 und 74 Jahren konnten Forscher des Helmholtz Zentrums München gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität München (TUM) und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) nachweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauferkrankungen gibt – und zwar einen schwerwiegenden.

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Nur Rauchen und Bluthochdruck sind noch gefährlicher

Das Risiko für eine tödliche Herzkreislauferkrankung in Folge einer Depression ist fast genauso hoch, wie das durch zu hohe Cholesterinwerten oder Fettleibigkeit. Der Anteil der Herz-Kreislauf-Toten durch Depressionen liegt bei etwa 15 Prozent. Nur Rauchen und Bluthochdruck sind noch gefährlicher für das Herz.

Depressionen können sich körperlich auswirken

Die Wissenschaftler fordern, dass bei Hochrisikopatienten standardmäßig abzuklären sei, ob eine Depression als Begleiterkrankung vorliegt. Denn Depressionen beeinträchtigen nicht nur den seelischen Zustand eines Patienten, sondern können sich auch körperlich auswirken.

Herz-Kreislauferkrankungen können aber auch  Depressionen verursachen

Auch anders herum gibt es einen Zusammenhang: So kann eine schwere Herz-Kreislauferkrankung psychisch so belastend sein, dass sich eine Depression entwickeln kann.

Schlagworte zum Thema:  Psychische Belastung, Psychische Erkrankung