29.09.2011 | Sicherheit

Psychische Erkrankung - Thema muss enttabuisiert werden

Wie kann das Thema psychisch kranke Mitarbeiter in Unternehmen enttabuisiert werden? Dazu informierten sich und diskutierten Experten der Unfall- und Krankenversicherungen. Eine Zusammenfassung des iga-Expertendialogs ist im Internet veröffentlicht.

Laut einer Befragung von Psychiatern und Psychologen geht man davon aus, dass etwa 25 Prozent aller psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit der Arbeit stehen.


Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Was können Unternehmen tun?

Ein Vortrag der Tagung hatte den Titel „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Was können Unternehmen tun?“ Zwei Wissenschaftler des Centrums für Disease Management der Technischen Universität München gingen dabei vor allem auf folgende Punkte ein:

  • Was sind die Ursachen psychischer Erkrankungen,
  • welche für Unternehmen wichtige psychische Störungen treten auf,
  • welche Relevanz hat das Thema für Unternehmen,
  • woran erkennt man psychische Erkrankungen,
  • welche vorbeugenden Maßnahmen kann ein Untenehmen ergreifen,
  • wie sieht die Wiedereingliederung am Arbeitsplatz aus.

Erster Schritt: Belastungen ermitteln

Gerade bei der Prävention können Unternehmen viel dazu beitragen, dass die Mitarbeiter gesund bleiben. Dafür müssen beispielsweise als erster Schritt Belastungen ermittelt werden, die eine Gefahr darstellen können.

Maßnahmen im Unternehmen

Auch wenn Mitarbeiter bereits erkrankt sind, kann und sollte das Unternehmen darauf reagieren. Und zwar möglichst schnell. Führungskräfte müssen deshalb darin geschult sein, Hinweise auf eine Erkrankung zu erkennen und im Mitarbeitergespräch die Veränderungen in der Arbeitsleistung zu thematisieren.

Nicht nur Führungskräfte sollten im Fokus stehen

Führungskräfte sind in der Verantwortung. Nicht selten sind sie jedoch selbst gefährdet. Besonders einer Selbstreflexion stellen sie sich nicht gerne. Und auch Veranstaltungen zum Thema stehen nicht weit oben auf ihrer Liste.

Für eine weitere Enttabuisierung des Themas halten es die Experten deshalb für wichtig, sich bei der Auseinandersetzung nicht zu sehr ausschließlich auf Führungspersonen zu beziehen.

Vielfältige Angebote

Die Angebote der Krankenkassen und Unfallversicherungsträger sind vielfältig. Dazu gehören z. B.:

  • Informationsbroschüren,
  • Vorträge,
  • Seminare,
  • Handlungshilfen und Leitfäden,
  • Mitarbeiterbefragungen,
  • Workshops für Führungskräfte,
  • Coaching und Beratung.

Schlagworte zum Thema:  Psychische Belastung

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