05.09.2012 | Psychische Belastungen

Integration in die Gefährdungsbeurteilung

Psychische Belastungen in Gefährdungsbeurteilung integrieren
Bild: Haufe Online Redaktion

Gegen psychische Belastungen gibt es weder Helm noch Sicherheitsschuhe. Auch keine Ohrstöpsel gegen bissige Wortattacken. Was dem einen Stress macht und dem anderen auf der Seele lastet, ist auf den ersten Blick nicht wahrzunehmen. Doch die Auswirkungen sind deutlich sichtbar.

Wenn die Auswirkungen sichtbar sind und die negativen Folgen psychischer Belastungen die Krankenstände nach oben treiben, ist es wichtig, die Ursachen aufzudecken. Gefahrenquellen wie mangelhaftes Werkzeug oder schwere körperliche Arbeiten lassen sich relativ leicht ausfindig machen. Um psychische Belastungen erkennen zu können, braucht es andere Mittel wie z. B. Mitarbeiterbefragungen.

Augenmerk auf menschengerechte Gestaltung

Bei einer Gefährdungsbeurteilung geht es nicht nur darum, die körperliche Arbeitskraft eines Menschen zu schützen. Zur menschengerechten Gestaltung der Arbeit zählt auch seine seelische Gesundheit. Dabei wird das Augenmerk vor allem auf Arbeitsinhalte, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit und Qualifikation gelegt. Dadurch sollen Stress am Arbeitsplatz und psychische Fehlbelastungen vermieden werden.

Praktische Arbeitshilfen zur "Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung"

Die Handlungshilfe gibt zahlreiche Beispiele und praktische Werkzeuge wie etwa einen Frage-/Antwortbogen für die Mitarbeiterbefragung zu psychischen Belastungen. Unter dem Punkt Organisation finden sich Fragen wie:

  • Sind die Zuständigkeiten und Rollen klar?
  • Fehlen Informationen, Unterlagen, Arbeitsmittel zum Erfüllen der Arbeitsaufgabe?
  • Sind Arbeitsaufgaben widersprüchlich gestellt bzw. überschneiden sie sich?
  • Erfolgt rechtzeitige und ausreichende Einschulung in neue Arbeitsaufgaben?
  • Belasten Sie die Arbeitszeiten (z. B. Überstunden, Wochenendarbeit, Schicht)?

"Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung" der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) bietet sowohl den gesetzlichen Hintergrund als auch viele kommentierte Literaturempfehlung, um sich weiter mit dem Thema auseinander setzen zu können. Die Download-Broschüre gibt es seit August 2012 in einer überarbeiteten 5. Auflage.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Gefährdungsbeurteilung, Psychische Belastung

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