| Bundespreis Ecodesign 2012

Nachbarschaftsauto – eine neue Form von Car-Sharing

Car-Sharing - dann klappt's auch mit dem Nachbarn.
Bild: Haufe Online Redaktion

Den Ecodesign-Preis erhalten innovative ökologische Produkte und Konzepte, die Umweltschutz und anspruchsvolles Design vereinen. Insgesamt 14 Preisträger zeichnete Bundesminister Altmaier 2012 aus, darunter auch nachbarschaftliches Car-Sharing.

dBeim Nachbarschaftsauto handelt es sich um ein Produkt-Dienstleistungs-System. Damit lässt sich Car-Sharing mit Privatfahrzeugen durchführen. Der Grund für die Entwicklung: In Deutschland sind 38 Millionen Privatautos zugelassen. Jedes dieser Fahrzeuge wird im Schnitt eine Stunde pro Tag meist vom Besitzer gefahren. Die restliche Zeit steht es vor der Haustür, in der Garage oder auf einem Parkplatz.

Die Idee: das Auto unter den Nachbarn teilen

Die Initiatoren empfanden die wenig nachhaltige Nutzung von teuren Ressourcen als unnötige Verschwendung. Wäre es nicht möglich, dass sich mehrere in der Nachbarschaft einfach ein Auto teilen? Oder können die, die keins haben, sich nicht einfach das vom Nachbarn ausleihen? Das müsste doch gehen. Aber wie?

Das Problem: das Auto ist den Deutschen „heilig“

Das gibt man nicht einfach aus der Hand. Und selbst wenn man das wollte, lassen das die heutigen Versicherungsverträge auch nicht zu. Der Nutzer muss eingetragen sein, dafür sind Versicherungsbeiträge zu bezahlen. Fährt ein andere das Auto, kann es im Schadensfall zu Problemen mit dem Versicherungsschutz kommen. Ein weiteres Problem war es, das Leihen und Verleihen unkompliziert zu organisieren.

Die preisgekrönte Lösung: neuartige Zusatzversicherung

Für den Versicherungsschutz wurde eine neuartige Zusatzversicherung entwickelt. Damit war der kritischste Punkt gelöst. Die rechtliche Sicherheit in diesem Bereich war mit ausschlaggebend, dass die Idee Nachbarschaftsauto zu einem erfolgreichen Dienstleistungsangebot werden konnte.

Auch für das Leihen und Verleihen wurden Lösungen konzipiert, die Geschäftprozesse einfach machen und vertragliche Grundlagen bieten

Die Geschäfte lassen sich über eine ausgereifte unkomplizierte Internetplattform abwickeln. Viele tausende Menschen nutzen das Modell Nachbarschaftsauto bereits. Die Entwickler gehen davon aus, dass sich allein in Deutschland 4 Millionen Autos einsparen ließen. Das wäre ein großer Erfolg für die Nachhaltigkeit in der Mobilität.

Weitere Informationen lesen Sie auf der Internetplattform Nachbarschaftsauto.

Schlagworte zum Thema:  Car-Sharing, Umweltschutz

Aktuell

Meistgelesen