29.01.2014 | Präsentismus

Krank zur Arbeit statt zu Hause bleiben

Präsentismus: Krank und trotzdem arbeiten
Bild: Haufe Online Redaktion

Husten, Niesen, Nase putzen - kaum ein Arbeitsplatz, wo gerade nicht mindestens ein Kollege krank ist und eigentlich besser zu Hause bleiben sollte. Denn die Gefahren, wenn man vorschnell zur Arbeit zurückkehrt, ohne dass die Grippe richtig auskuriert ist, werden unterschätzt.

Viele Beschäftigte gehen wieder zur Arbeit, obwohl sie noch krank sind. Die Gründe dafür sind verschieden: Der eine hat Angst, beim Chef sonst als faul zu gelten. Der nächste will seinen Kollegen die Mehrarbeit durch die Vertretung nicht zumuten. «Die Folgen sehe ich dann bei mir in der Praxis», sagt der Hausarzt Hans-Michael Mühlenfeld aus Bremen. Aus einer an sich harmlosen Erkrankung wird auf einmal weitaus Schlimmeres.

Zu Hause bleiben statt krank zur Arbeit
Vielen Arbeitnehmern ist nicht bewusst, dass ihre Gesundheit gefährden, wenn sie Krankheiten auf die leichte Schulter nehmen und verschleppen. "Ich kann nur daran appellieren, sich in Ruhe auszukurieren", sagt Mühlenfeld. Ist jemand krankgeschrieben, sollte er sich daran halten und nicht frühzeitig zur Arbeit zurückkehren. Will er das dennoch machen, sollte er vorher auf jeden Fall Rücksprache mit seinem Hausarzt halten.

Präsentismus - Anwesend aber nicht voll leistungsfähig

Der Begriff Präsentismus lehnt sich an den gängigen Begriff Absentismus an. Bewährt hat sich eine breite Definition: Mitarbeiter sind anwesend (präsent), aber aufgrund verschiedener Probleme nicht voll leistungsfähig.

Von gesundheitsbedingtem Präsentismus spricht man, wenn Mitarbeiter anwesend, aber aufgrund tatsächlicher Gesundheitsprobleme nicht voll leistungsfähig sind. Jeder Zweite geht auch dann zur Arbeit, wenn er krank ist.

Mehr zu Präsentismus und wie man im Betrieb damit umgehen kann lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Präsentismus, Krankschreibung, Grippe

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