01.10.2014 | Kläranlagen machtlos

Spuren von Arzneimitteln in Gewässern

Arzneimittel gehören nicht ins Klo
Bild: Rainer Sturm ⁄

Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) in Baden-Württemberg begab sich auf Spurensuche und wurde fündig.

Zahlreiche Fließgewässer in Baden-Württemberg sind mit Rückständen von Arzneimitteln belastet.

Kommunale Kläranlagen gegen Spurenstoffe aus Arzneimitteln machtlos

Statt Belastungen aus Industrie oder Landwirtschaft, rückten jetzt organische Spurenstoffe in den Mittelpunkt, die jeder unbewusst ins Abwasser einbringe, teilte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) in Stuttgart mit.

Dazu zählten eben Rückstände aus Arzneimitteln oder die giftige Verbindung Perfluoroctansulfonat (PFOS), die z. B. Textilien wasserfest macht.

Ziel muss bleiben: saubere Gewässer

Untersteller sprach sich deshalb unter anderem für einen bewussteren Umgang mit Arzneimitteln und im Idealfall ein Verbot von Stoffen wie PFOS aus.
Für die Erhebung wurden knapp ein Jahr lang kommunale Kläranlagen und Fließgewässer auf mehr als 80 Stoffe überprüft. Nach Angaben der LUBW stellt die Untersuchung eine bundesweit herausragende Datengrundlage zu Spurenstoffen dar.

Schlagworte zum Thema:  Abwasser, Arzneimittel

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