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Geothermie - was ist das eigentlich?

Die Erde ist ein gigantischer Wärmespeicher. Allein im oberen Viertel der Erdkruste steckt genug Wärme, um den derzeitigen Weltenergiebedarf rund 200 000 Jahre lang zu decken, rechnet der Bundesverband Geothermie vor. Aber wie kann diese Wärme genutzt werden?

Bis zu 70 Prozent der Hitze im Erdinneren stammen nach Angaben des Verbands aus dem natürlichen Zerfall radioaktiver Elemente. Wärme gibt auch der Erdkern ab, dessen Temperatur auf mindestens 5000 Grad Celsius geschätzt wird.


Wie nutzt die Geothermie diese natürliche Erdwärme zur Energieerzeugung

Zum einen oberflächennah über Wärmepumpen, zum anderen in großer Tiefe, etwa mit der Förderung von heißem Untergrundwasser.

Für die tiefe Geothermie werden Löcher teilweise mehr als 5000 Meter in die Erde gebohrt. Ab 3000 Metern ist das Wasser heiß genug, um daraus neben Wärme auch noch Strom zu erzeugen.

Vorteil

Erdwärme ist im Gegensatz zu Windkraft und Sonnenenergie Tag und Nacht bei jedem Wetter verfügbar.

Die Erzeugung von Energie aus Geothermie ist derzeit noch recht teuer

Das Verfahren der oberflächennahen Erdwärme gilt unter Experten als sicher und ausgereift und kommt vor allem in Privathaushalten zum Einsatz.

Schlagworte zum Thema:  Umweltschutz

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