| Genuss oder Risiko?

Kaffee kann Schlaganfallrisiko senken

Kaffee: Genuss und gutes Gewissen?
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenn der Kollege schon die dritte Tasse Kaffee am Morgen trinkt, kommentieren das die anderen oft. Zu viel Kaffee schade der Gesundheit und sei vor allem fürs Herz ungesund. Doch das stimmt so nicht, wie Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben.

Wissenschaftler aus Harvard und Singapur haben 36 Studien zum Zusammenhang mit Kaffee-Konsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgewertet. Die Daten beziehen sich auf 1,3 Mio. Studienteilnehmer. Das Ergebnis: Moderater Kaffeegenuss schadet nicht. Im Gegenteil. Das Schlaganfall-Risiko ist bei Nicht-Kaffee-Trinkern sogar höher.

3,5 Tassen Kaffee pro Tag ergibt das beste Ergebnis

Der Konsum von Kaffee – auch in größeren Mengen – ist auch auf Dauer mit keinem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Das Schlaganfall-Risiko sinkt durch den Kaffeekonsum sogar und zwar in folgender Relation:

5 % geringeres Risiko gegenüber Nicht-Trinkern haben die, die durchschnittlich 5 Tassen Kaffee pro Tag trinken.

Um 11 % sinkt die Gefahr bei einem täglichen Konsum von 1,5 Tassen.

Um sogar 20 % lässt sich das Risiko durch moderaten Kaffeegenuss von durchschnittlich 3,5 Tassen pro Tag senken.

Ab 9 Tassen steigt das Risiko allerdings wieder an.

Kaffee ja – rauchen nein

Um das Risiko eines Schlaganfalls allgemein zu begrenzen, empfiehlt es sich, ein Tässchen Kaffee zu trinken. Außerdem sollte man vor allem auf den Blutdruck achten, sich ausreichend bewegen und nicht rauchen. Wer allerdings schwanger ist oder unter Bluthochdruck leidet, sollte sich mit dem Kaffeetrinken besser zurückhalten.

Filterkaffee scheint gesünder zu sein

Was bei der Studie allerdings nicht berücksichtigt werden konnte, ist die Methode der Kaffeezubereitung. Allerdings scheint Filterkaffee gesünder zu sein als gekochter Kaffee, bei dem z. B. das Blutfett Cholesterin steigt. Das würde jedoch auch bedeuten, dass die Studienergebnisse nicht auf alle Länder übertragbar sind bzw. jeder für sich überlegen muss, wie er seinen Kaffee zubereitet.

Schlagworte zum Thema:  Kaffee, Gesundheitsrisiko, Schlaganfall, Gesundheitsförderung, Betriebliche Gesundheitsförderung

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