Die Gefährdungsbeurteilung für Bildschirmarbeitsplätze lässt sich mit dem Check „Gute Büroarbeit“ durchführen, der jetzt aktualisiert wurde. Er deckt sowohl ungenutzte Fähigkeiten als auch Gesundheitsrisiken frühzeitig auf und unterstützt damit gesundes und produktives Arbeiten im Büro. Ein Webinar im Mai informiert über die Handhabung des Checks.

Mit dem Check, der eine Art Potentialanalyse darstellt, lassen sich in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) die wesentlichen Aspekte einer präventiven Bürogestaltung überprüfen.

Gefährdungsbeurteilung für Bildschirmarbeitsplätze: Die entscheidenden 6 Bereiche

Gute Büroarbeit ist ein kontinuierlicher Prozess. Die Wertschöpfung erfolgt dabei über eine systematische Betriebsorganisation in den folgenden sechs Bereichen, die sich mit dem Check überprüfen lassen:

  • Strategie – Führung – Unternehmenskultur,
  • Risikobewertung – Personalentwicklung – Organisation,
  • Information – Kommunikation,
  • Informations- und Kommunikationstechnologie,
  • Raum – Arbeitsplatz – Arbeitsmittel sowie
  • Innovation – Kreativität.

Führen Sie nach der Analyse gezieltes Gespräch

Der Check ist so aufgebaut, dass er Thema für Thema bearbeitet werden kann. In der aktualisierten Version stehen vor allem die Risiken im Mittelpunkt, die von der der Digitalisierung ausgehen. An den Ergebnissen lässt sich erkennen, wo etwas verbessert werden sollte. In einem gezielten Gespräch kann dann zwischen der Geschäftsführung und den Beschäftigten festgelegt werden, wer für die Umsetzung einer Maßnahme verantwortlich ist und bis wann das geschehen soll. Dafür steht in der Broschüre ein Maßnahmeplan zu Verfügung.

Planen Sie mobiles und flexibles Arbeiten

Unter dem Stichwort Flexibilität der Büroprozesse wird u. a. angesprochen, wie Zeiten und Ressourcen möglichst flexibel und optimal genutzt werde können. Dabei geht es sowohl um Desk-Sharing und Homeoffice als auch Arbeitszeitmodelle wie Arbeitszeitkonten, Vertrauensarbeitszeit oder Teilzeitarbeit.

Machen Sie die Digitalisierung zum Thema des Verhaltenskodex

Im Zusammenhang mit dem Verhaltenskodex wird abgecheckt, ob es im Unternehmen eine Vereinbarung für die Erreichbarkeit, E-Mail-Kultur und die Nutzung neuer Medien – zum Beispiel Web 2.0, Social Media durch Beschäftigte gibt.

Gefährdungsbeurteilung für Bildschirmarbeitsplätze mit dem Check

Um einen ersten Überblick zu erhalten, wie es um die Büroarbeit im Unternehmen steht, braucht es etwa 45 – 74 Minuten. Mit dieser kurzen Bearbeitungszeit passt der Check zu den Herausforderungen des Büroalltags.

Der Check „Gute Büroarbeit“ ist für Führungskräfte gedacht. Aber auch für Interessenvertretungen sowie Arbeitsschutz-, Gesundheitsschutz- und Ergonomieberater kann der Check nützlich sein. Denn mit ihm können Unternehmen ihre Bürokultur am nationalen Qualitätsstandard ausrichten.

Das ist neu im aktualisierten Online-Tool

Bereits in der Vorgängerausgabe gab es

  • eine Praxishilfe,
  • einen Selbst-Check sowie
  • Vorlagen zum Planen von Maßnahmen.

Neu hinzugekommen sind

  • ein "Quick-Check" sowie
  • der "Miteinander-Check".

Überprüfen Sie in 15 Minuten Ihr aktuellstes Thema

Mit dem neuen Quick-Check lässt sich in 15 Minuten das aktuellste Thema überprüfen. Zur Auswahl stehen die 6 Bausteine:

  • Arbeitskultur,
  • Potentiale,
  • Wissensbasis,
  • Informationstechnologien,
  • Büro 4.0 sowie
  • Prozesse.

Dieser Check eignet sich u. a. für Vorträge oder Webinare.

So lassen sich alle erreichen

Der neue Miteinander-Check ist dafür gedacht, dass alle betrieblichen Akteure, also

  • Betriebsarzt,
  • Betriebs- oder Personalrat,
  • Fachbeauftragte,
  • Geschäftsführer und Unternehmer,
  • Personal und
  • Sicherheitsfachkräfte sowie -beauftragte

befragt werden. So wird jeder für das Thema sensibilisiert und kann sich einbringen. Ziel ist es u. a., einen gemeinsamen Maßnahmenplan zu verabschieden.

Webinar zum neuen Check

Sie wollen mehr über den neuen Check Gute Büroarbeit, seine Handhabung und Einsatzmöglichkeiten wissen? Eine Anleitung bietet die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) am 22. Mai um 15 Uhr in Form eines Webinars. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.