Immer gleiche Handbewegungen in vielen handwerklichen Berufen belasten den Körper. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In vielen handwerklichen Berufen, aber auch in der Produktion oder im Lager führen die Beschäftigten oft über einen sehr langen Zeitraum die immer gleiche Handbewegung aus. Dies kann Schmerzen oder Entzündungen verursachen.

Durch monotone Handbewegungen werden nicht nur die Hände belastet, sondern vor allem auch die Arme, der Nacken-Schulter-Bereich sowie die obere Wirbelsäule. Gefährlich für diese Körperregionen ist es u. a., wenn die Hände wiederholt gebeugt und gestreckt werden, ständig gebeugt sind oder wenn mit sehr hohem Kraftaufwand oder mit handgeführten vibrierenden Maschinen gearbeitet wird.

Monotone Handbewegungen sind Schneiden, Schrauben oder Arbeiten mit der PC-Maus

Monotone Handbewegungen treten z. B. auf beim ...

  • Bohren, Schneiden und Montieren im Baugewerke,
  • Schrauben oder Flexen in der Kfz-Werkstatt,
  • Sortieren oder Schrauben in der Produktion oder beim Verpacken,
  • Zuschneiden oder Nähen,
  • Waschen und Schneiden als Friseur,
  • Behandeln als Masseur oder Physiotherapeut,
  • Spülen, Schneiden oder Rühren in der Großküche, aber auch
  • beim Arbeiten mit der Maus am Computer,

Körperliche Belastung macht monotone Handbewegung noch gefährlicher

Es ist aber nicht nur die Tätigkeit selbst, die krank machen kann. Auch die Art der körperlichen Belastung spielt eine große Rolle. Besonders auf seine Gesundheit sollte achten, wer ...

  • länger als eine Stunde am Stück die immer gleiche Tätigkeit verrichtet,
  • die Tätigkeit selten durch Pausen oder eine andere, weniger belastenden Tätigkeit unterbrechen kann oder
  • häufig mit hohem Krafteinsatz oder vibrierende Maschinen arbeitet.

Gut für die Gesundheit sind Pausen und ergonomische Hilfs- und Arbeitsmittel

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) empfiehlt bei einem durch monotone Handbewegungen erhöhten Gesundheitsrisiko:

  • Machen Sie mehrfach am Tag und regelmäßige Pausen.
  • Organisieren Sie die Arbeit so, dass zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten häufig ein Wechsel stattfindet.
  • Setzen Sie vibrationsarme Maschine ein.
  • Nutzen Sie ergonomische Hilfs- und Arbeitsmittel.

Schlagworte zum Thema:  Ergonomie, Handwerk, Produktion

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