Viele unterschätzen die Zeitdauer, die sie mit dem Smartphone verbringen. Wie sieht das bei Ihnen aus? Sind Sie schon reif für eine digitale Detox-Kur?

Es kann sich lohnen, einmal über das eigene Verhalten im Umgang mit Smartphone, Tablet und Co. nachzudenken. Denn manche Gewohnheit kann zum Ballast werden. Und dann lassen Kreativität und Produktivität nach. Überlegen Sie einmal, wie viel Zeit Sie mit Ihren digitalen Geräten verschwenden und ob Sie schon auf dem Weg in die Sucht sind.

Digital Detox: Geräte und sich selbst von Ballast befreien

Was für den normalen Smartphonenutzer fremd klingen mag, ist für Vielnutzer bereits ein Thema: Digitales Fasten, Loslassen von App-gesteuerten Zwangshandlungen, „Entgiften“ bzw. die digitalen Geräte von „Datenmüll“ und sich selbst von Ballast befreien.

Vielnutzer berichten über ihre Erfahrungen

Immer häufiger berichten Vielnutzer von (mobilen) digitalen Geräten über ihre negativen Erfahrungen. Sie erzählen von ihrem ständigen Kranksein oder von Suchtsymptomen. Und sie schildern Maßnahmen, mit denen es ihnen gelungen ist, von der digitalen Sucht loszukommen.

Tatsache ist: Die Nutzung mobiler Geräte wird übertrieben

  • Man gewöhnt sich schnell an die tägliche Nutzung digitaler Werkzeuge.
  • Bei vielen Nutzern verzerrt sich die Wahrnehmung über Nutzungshäufigkeit und -dauer.
  • Über 44 % der Beschäftigten schauen nach eigener Aussage mehr als 20x am Tag auf ihre mobilen Geräte.

Tatsache ist: Apps machen süchtig

  • Eine App bietet eine Lösung für ein „Problem“.
  • Tritt das „Problem“ auf, erinnern wir uns an die App.
  • Mit Hilfe der App können wir unser „Problem“ immer wieder erfolgreich lösen.
  • Die Problemlösung löst ein Gefühl der Belohnung aus. Das Hormon Dopamin wird ausgeschüttet.
  • Da wir uns nach Belohnung sehnen, greifen wir immer wieder auf die App zu.

Entwöhnung: So können Sie von der digitalen Technik entgiften

Tauschen Sie jeden Tag eine Ihrer digitalen Gewohnheiten gegen eine gesündere, nicht-digitale Gewohnheit aus. Hier ein paar Beispiele dafür:

  • Legen Sie einen Zeitrahmen fest, in dem Sie mobile Geräte benutzen, also z. B. bis 20 Uhr.
  • Legen Sie technikfreie Stunden fest, z. B. die erste Stunde nach dem Aufwachen oder die nach dem Abendessen.
  • Bestimmen Sie das Schlafzimmer und das Badezimmer als technikfreie Räume.
  • Lassen Sie Ihr Smartphone zu Hause, wenn Sie es nicht zwingend brauchen.
  • Verzichten Sie auf mobile Geräte, wenn Sie mit anderen gemütlich zusammensitzen.
  • Deinstallieren Sie alle Apps, die Sie innerhalb von 7 Tagen nicht genutzt haben.
  • Testen Sie neuinstallierte Apps 7 Tage lang und entscheiden Sie dann, ob Sie die App wirklich brauchen, sonst deinstallieren Sie sie wieder.
  • Löschen Sie Ihre Facebook- und Twitter-Apps.
  • Treiben Sie für den Dopamin-Kick Sport.
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