08.08.2012 | Burnout

Einer modernen Krankheit mit der Steinzeit begegnen

Ausbrennen vermeiden - zurück zur Natur
Bild: Haufe Online Redaktion

Arbeiten bis zum Umfallen. Leistung bringen bis zum Ausgebranntsein. Schneller, länger und mehr arbeiten, bis nichts mehr geht. Burnout ist in der Häufigkeit und Breite ein Phänomen der Neuzeit. Die extreme Umkehr, ein Leben wie in der Steinzeit, tut Burnout-Gefährdeten gut.

Bisher gab es nur einen Durchgang in der Wildnis. Noch sind nicht alle Ergebnisse der Studie ausgewertet. Doch was bereits bekannt ist, lässt hoffen: Acht Tage Leben wie in der Steinzeit und die Welt sieht für Gestresste wieder anders aus. Die Kraft ist zurück und die medizinischen Werte zeigen eine deutliche Verbesserung.

Entbehrungen und viel Natur

Zwei Frauen und sechs Männer nahmen an dem Versuch teil. Ihr Problem: drohendes Burnout. Die Lösung: raus aus dem Berufsstress, rein in ein Leben wie in der Steinzeit. Kein Handy, kein Computer, kein Auto weit und breit, rundum nur Natur, die Alpen.

Innerhalb von acht Tagen legten die Teilnehmer 120 Kilometer zu Fuß zurück. Sie schliefen im Tag-Nacht-Rhythmus und machten sich morgens ohne Frühstück auf den Weg. Die Nahrung über Tag und am Abend bestand aus Kräutern und Obst vom Wegesrand sowie Fleisch, dass sie Teilnehmer selbst zerlegen mussten, bevor es gegrillt wurde.

Stoffwechsel auf Fettverbrennung umgestellt

In den ersten drei Tagen knurrte der Magen und drückte schlechtes Wetter auf die Stimmung. Danach wurde alles besser. Der Stoffwechsel hatte auf Fettverbrennung umgestellt. Bei einem Teilnehmer, der unter Neurodermitis leidet, verbesserte sich die Haut. Andere Verbesserungen waren klinisch nachweisbar.

Nach den acht Tagen hatten sich bei allen die medizinischen Werte verändert.

  • Die Stressparameter im Blut sowie die Variabilität der Herzfrequenz hatte sich verbessert.
  • Bei drei Teilnehmern mit hohem Blutdruck im Vorfeld hatten sich die Werte normalisiert.
  • Die Cholesterinwerte bei allen war besser.
  • Der Blutzuckerspiegel sank bei allen Versuchspersonen um durchschnittlich 16 Prozent.

Vom einfachen Leben lässt sich auch etwas auf den Alltag übertragen

  • auf den Körper hören,
  • öfter Pause machen,
  • eiweißreich essen.

Schlagworte zum Thema:  Therapie, Prävention, Burn-out-Syndrom

Aktuell

Meistgelesen