| Psychische Erkrankungen

Burnout erkennen und ernst nehmen

Burnout ist keine Krankheit, aber ein gefährlicher Zustand.
Bild: Haufe Online Redaktion

Burnout ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, so die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Aber es ist ein gefährlicher Zustand für Körper und Seele. Deshalb ist es wichtig, Symptome und Ursachen genau zu diagnostizieren.

Sich ausgebrannt fühlen, völlig erschöpft sein, das hat von den 40- bis 60-Jährigen schon rund jeder 15. im Laufe seines Lebens einmal mitgemacht. Eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts belegt zudem, dass Gestresste vermehrt unter Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen oder depressiven Stimmungen leiden.

Problem der Arbeitswelt

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) ist der Ansicht, dass Burnout vor allem ein Problem der Arbeitswelt sei. Da eine verminderte Leistungsfähigkeit aber verschiedene Gründe haben kann, lässt sich allein aufgrund der Symptome – auch in Kombination mit Stress am Arbeitsplatz – nicht automatisch auf Burnout schließen. Eine genaue Diagnose durch den Facharzt kann dafür notwendig sein.

Rolle von Arbeitgebern und Betriebsärzten

Geht man davon aus, dass Burnout und Arbeitswelt zusammengehören, dann kommt den Arbeitgebern sowie den Betriebsärzten eine wichtige Rolle zu. Sie kennen die Arbeitsstrukturen und Betriebsabläufe im Unternehmen. Sie haben die Möglichkeit im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu informieren und zu beraten. Außerdem können sie Betroffene bis hin zur zeitnahen Wiedereingliederung unterstützen.

Prävention und Intervention

Prävention gegen und frühe Intervention bei Burnout können verhindern, dass sich chronische Krankheiten wie Depressionen, Angst- oder Suchtstörungen, Tinnitus oder Bluthochdruck entwickeln und verfestigen können.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Psychische Belastung, Burn-out-Syndrom

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