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Brauen nach dem Energiespargebot

Zum Bierbrauen braucht man mal Wärme und mal Kälte. Und eine ganze Menge Wasser. Es ist Hauptbestandteil des Bieres und wird zur Reinigung der Tanks benötigt. Mit einem ausgeklügelten Energiemanagementsystem lassen sich Energie und Ressourcen sparen, wie Beispiele aus Brauereien zeigen.

Unternehmen, die ihren Energiehaushalt managen, wissen genau, welchen Energiebedarf die einzelnen Gewerke und Abteilungen haben. Da die Daten durchgängig erfasst werden, kann zudem für jedes Produkt bestimmt werden, ob seine Herstellung mehr oder weniger verbraucht als die eines anderen. So lassen sich Schwachstellen im Produktionsprozess erkennen und gezielt optimieren.

Einige Zahlenbeispiele aus der Bierherstellung belegen, wie hoch die Einsparpotentiale sein können:

  • Um fast 50 Prozent pro Liter gebrauten Bieres sank der Wasserverbrauch bei der Tucher-Brauerei dadurch, dass sie die Prozesse optimiert haben. So sanken Strom- und Gasverbrauch um die Hälfte, da die Kochzeit der Würze reduziert werden konnte.
  • 30 Prozent weniger Strom und Wärme je Hektoliter Bier verbraucht die Kostritzer-Brauerei gegenüber 2004, außerdem 15 Prozent weniger Wasser und rund 30 Prozent weniger Abwasser.
  • Auf über 30 Prozent weniger Energieverbrauch bringt es die Bergquell-Brauerei Löbau gemeinsam mit Krones durch eine technische Lösung. Hier wird die thermische Energie für den Maischbottich von der Wärme aus dem Würzkühler zurückgewonnen.

Beim Brauen gibt es ganz unterschiedliche Bereiche, die sich effizienter nutzen lassen. Dazu gehören beispielsweise

  • der Wirkungsgrad der Dampferzeuger,
  • der Ersatz herkömmlicher Brennstoffe durch nachwachsende Rohstoffe,
  • die Druckluft- und die Kälteerzeugung,
  • die Nutzung des warmen Abwassers,
  • die Arbeits- und Arbeitszeitorganisation wie Schichtbeginn, Laufzeiten oder das Staffeln der Startzeiten.

Ein Energiemanagement trägt dazu bei, dass der Wettbewerb der Abteilungen untereinander sowie die Innovationsbereitschaft der Belegschaft gefördert werden. Für die Zukunft der Brauerei spielt es aber auch eine weitere wichtige Rolle: Ab 2013 braucht jedes Unternehmen ein genormtes Energiemanagementsystem, wenn es ermäßigte Steuersätze für Strom und Heizstoffe erhalten will.

Ausführlichere Informationen zum Brauen nach dem Energiespargebot erhalten Sie beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI) unter http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Brauen-nach-dem-Energiespargebot/55615/2.

Schlagworte zum Thema:  Umweltschutz

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