13.01.2012 | Sicherheit

Asbest - was ist das eigentlich?

Asbest gilt als krebserregend. Deshalb ist seit 1993 das Herstellen und Verwenden von Asbest in Deutschland verboten. Seit 2005 gilt das Verbot in der ganzen EU. Werden die Fasern des Mineralstoffes eingeatmet, kann das zu einer chronischen Entzündung in der Lunge und zu Krebs führen.

Wegen seiner Feuer- und Säurebeständigkeit galt der Stoff in den 60er und 70er Jahren als Wunderfaser. Er fand vor allem in der Bau- und in der Autoindustrie Verwendung.

Asbest wurde beispielsweise in Dachplatten, Fassadenverkleidungen, Bremsbelägen oder Wasserrohren verarbeitet.


Auch in älteren Haushaltsgeräten wie Elektrospeicheröfen, Toastern und Haartrocknern kann Asbest enthalten sein.

Durch Bearbeitung und Zerstörung asbesthaltiger Produkte, aber auch durch klimatische Einflüsse, Alterung und Zerfall kann Asbeststaub in die Luft gelangen und eingeatmet werden. In der Theorie kann bereits eine einzige Faser ausreichen, um Krebs auszulösen. Das Risiko steigt, je länger und intensiver man den Fasern ausgesetzt ist.

Heute stellt Asbest vor allem ein Entsorgungsproblem dar. Da der Stoff fast universell eingesetzt wurde, wird es noch dauern, bis alle Gefahrenquellen beseitigt sind.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war bekannt, dass das Einatmen von Asbeststaub krank macht. Die Asbestose ist in Deutschland seit 1936 als Berufskrankheit anerkannt.

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