14.08.2015 | Studie

Arbeitsbedingte Krebserkrankungen erkennen und dagegen vorbeugen

Arbeitsbedingte Faktoren können die Entstehung von Krebs begünstigen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Krebsforschung haben deutlich zugenommen hat. Doch das Bewusstsein für Risiken arbeitsbedingter Krebserkrankungen ist immer noch gering. Deshalb ist es wichtig, mögliche krebserregende Bedingungen am Arbeitsplatz verständlich zu beschreiben und Wissenslücken zu schließen.

Der Bericht zu den Gefährdungen durch Karzinogene und zu arbeitsbedingten Krebserkrankungen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) evaluiert die aktuellen Bewertungsmethoden.

UV-Strahlen, Holzstaub oder Pestizide können Krebserkrankungen auslösen

Zu den Faktoren, die arbeitsbedingte Krebserkrankungen bewirken können und die für den Bericht untersucht wurden, sind chemische, biologische, organisatorische und physische wie z. B.

  • UV-Strahlen,
  • elektromagnetische Felder,
  • Asbest,
  • Ruße und Abgase,
  • Röntgenstrahlen,
  • Holzstaub,
  • Pestizide, aber auch neu aufkommende Risiken wie etwa durch
  • Nanomaterialien.

Schicht- und Nachtarbeit kann krebserregend wirken

Der Bericht berücksichtigt auch Einflussfaktoren auf den Hormon- bzw. Stoffwechsel, von denen man weiß, dass sie krebserregend wirken können, wie

  • Schicht- und Nachtarbeit.

Stress kann Krebs begünstigen

Wie komplex das Thema ist und warum es noch immer bei Arbeitgebern und Beschäftigten Wissenslücken gibt, zeigt der Bericht aber auch an daran, dass er die Notwendigkeit betont, die Arbeitsumgebung mit einzubeziehen. Denn auch Stressfaktoren wie u. a.

  • befristete Beschäftigungsverhältnisse,
  • Mehrfachbeschäftigung,
  • Mehrfachexpositionen

können den Ausbruch einer Krebserkrankung begünstigen.

Beispiel für präventive Maßnahmen: Nichtraucherschutzgesetz

Am Beispiel des Nichtraucherschutzgesetztes wird verdeutlicht, dass Prävention die wirksamste Maßnahme ist, um vor einem arbeitsbedingten Krebsrisiko zu schützen. Hier wird auch klar, dass Prävention nicht immer über die Sensibilisierung für einen Gefährdungsbereich erfolgen kann, sondern dass manchmal Gesetze notwendig sind.

Der 124-seitige Bericht ist auf Englisch veröffentlicht.

Schlagworte zum Thema:  Krebs, Arbeit, Erkrankung, Studie

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