23.04.2013 | Betriebliche Gesundheitsförderung

Arbeiten und trotzdem fit bleiben

Regelmäßige Check-Ups sind Teil eines guten Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Bild: Haufe Online Redaktion

Arbeiten können und fit sein bis zum Rentenalter ist keine Selbstverständlichkeit. Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement muss von den Arbeitnehmern angenommen werden, damit es funktioniert. Hierbei spielen die Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung eine wesentliche Rolle.

Manche Jobs sind körperlich so anstrengend, dass viele Arbeitnehmer es nicht schaffen, bis zum Rentenalter gesund zu bleiben. Dazu gehören z. B. Bauarbeiter, Krankenpfleger oder Handwerker wie Maurer, zählt Prof. Gabriele Leng von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin auf. Sie erkrankten häufig vorher schon so stark, dass sie arbeitsunfähig werden. Aber auch bei Büroangestellten sei es kein Selbstläufer, fit bis ins hohe Alter zu bleiben.

Arbeiten und trotzdem fit bleiben - Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung helfen

Um auch im höheren Alter noch fit zu sein, sollten Berufstätige auf eine gesunde Lebensführung achten. Dazu gehöre, ab 35 Jahren regelmäßig Gesundheits-Check-Ups vornehmen zu lassen, sagt Wolfgang Panter, Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte. So können Krankheiten frühzeitig entdeckt werden. Außerdem sollten Beschäftigte auf ausreichend Bewegung achten - besonders ab der Lebensmitte. Ausdauersportarten, wie Schwimmen, Radfahren oder Gymnastik, seien für Ältere ideal.

Bringen Sie Bewegung in Ihren Arbeitsalltag

Viele Beschäftigte litten außerdem an den Folgen einseitiger Belastungen, so Panter. Wer z. B. stundenlang sitzt, läuft eher Gefahr zu erkranken, als jemand, der auch einmal aufsteht und sich bewegt. Daher sollten Berufstätige auf Abwechslung am Arbeitsplatz achten: Bei körperlicher Arbeit sind regelmäßige Entspannungspausen wichtig - bei Bürojobs Bewegungspausen.

Wichtig ist ein gutes Betriebliches Gesundheitsmanagement

Berufstätige sollten regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teil zu nehmen, sagt Prof. Leng. Krankheiten könnten so möglichst früh entdeckt und behandelt werden. Vor allem jedoch sei der Arbeitgeber gefragt. "Wichtig ist, dass es ein gutes Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt", so die Arbeitsmedizinerin. Gut sei etwa, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Hilfsangebote bei Problemen, wie Übergewicht, Sucht oder Stresserkrankungen, macht.

Betriebsarzt - Ansprechpartner zu Fragen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Außerdem sei der Arbeitgeber nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass die Gesundheit des Arbeitnehmers nicht beeinträchtigt wird. Mitarbeiter sollten das regelmäßig vom Betriebsarzt überprüfen lassen. Mit einer Bescheinigung vom Betriebsarzt hätten sie unter Umständen Anspruch auf einen speziellen Bürostuhl oder besondere Arbeitsmittel wie orthopädische Schuhe.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebsarzt, Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, Vorsorgeuntersuchung, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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