| Sicherheit

Altersgerechte Arbeit - die richtige Mischung macht's

Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat den ersten Fortschrittsreport "Altersgerechte Arbeitswelt" vorgelegt. Er fasst aktuelle Daten, Trends, Analysen sowie neueste wissenschaftliche Studien und Praxisbeispiele zusammen.

Noch schaffen es zu wenige Menschen über 55 Jahre wieder zurück in den Beruf, nachdem sie arbeitslos waren. Gründe dafür sind unter anderem, dass viele kleine und mittlere Unternehmen noch nicht genug in Gesundheit und Weiterbildung der alternden Belegschaften investieren.


Der Trend zur Arbeit jenseits der Sechzig nimmt weiter zu

wie der Report zeigt:

  • Die Erwerbstätigenquote der 60- bis 64-Jährigen ist weiter gestiegen.
  • Die Quote lag 2010 bei fast 41 Prozent.
  • Der Anstieg in dieser Altersgruppe war in Deutschland im EU-Vergleich am stärksten.
  • Auch bei den 55- bis 64-Jährigen ist die Erwerbstätigkeit seit 2000 in Deutschland stärker gestiegen als in fast allen anderen EU-Ländern.

 

Produktivität steigt beim richtigen Altersmix

Die Mischung aus Alt und Jung wirkt sich in allen Branchen positiv auf die Produktivität aus, wie wissenschaftliche Studien belegen.

  • Steigt der Anteil der 45- bis 50-Jährigen an der Gesamtbelegschaft um ein Prozent, nimmt die Produktivität um mehr als 0,5 Prozent zu.
  • Sind im Unternehmen altersgerechte Arbeitsplätze vorhanden, steigt die Produktivität der Beschäftigten zwischen 45 und 50 Jahren um zwei Prozent.

 

Langzeitkonten/Wertguthaben - Zu selten und ungleich verteilt

Aktuell ermöglicht es nur eine Minderheit der Betriebe, dass Mitarbeiter in arbeitsreichen Phasen ein Guthaben aufbauen, auf das sie später zurückgreifen können und die eine längerfristige Freistellung ermöglichen.  

In der Privatwirtschaft findet sich das Angebot bei durchschnittlich zwei Prozent der Unternehmen, verstärkt in Betrieben der Chemie- und Metallindustrie. Im öffentlichen Dienst bieten rund sieben Prozent der Betriebe ihren Mitarbeitern solche Konten an. Mit 13 Prozent liegen Betriebe mit 500 und mehr Beschäftigten deutlich über dem Schnitt.

 

Der Fortschrittsreport erscheint in Zukunft halbjährlich.

Aktuell

Meistgelesen