Social Media und Arbeitsschutz

Zusammenfassung

 

Überblick

Social Media – also Anwendungen wie Facebook, Twitter & Co. – sind aus der modernen Lebenswelt nicht mehr wegzudenken. Dieser Beitrag möchte Fachkräfte für Arbeitssicherheit ermutigen, sich mit Social Media auseinanderzusetzen. Zunächst wird erläutert, was Social Media sind und wie sie die Kommunikation verändern. Anschließend werden häufige Formen und Einsatzmöglichkeiten von Social Media beschrieben. Dabei werden aktuelle Beispiele aus dem Arbeitsschutz zur Verdeutlichung herangezogen. Der Beitrag erläutert auch wichtige Spielregeln für eine erfolgreiche Social-Media-Kommunikation. Abschließend wird aus der Perspektive einer Fachkraft für Arbeitssicherheit beschrieben, welche Chancen und Risiken im Web 2.0 liegen.

1 Was sind Social Media?

Immer mehr Menschen nutzen Social Media, also Angebote, wie Facebook, XING, LinkedIn, Twitter oder Wikipedia. Dort finden sie, was sie gerade suchen: Informationen, Produkte, Dienstleistungen, Geschäftspartner oder einfach jemanden zum "Chatten". Auch wenn bei vielen dieser Anwendungen der "Spaßfaktor" im Vordergrund zu stehen scheint – die revolutionäre Bedeutung für die Kommunikation von Unternehmen, Verwaltungen oder Verbänden darf nicht unterschätzt werden. Auch Fachkräfte für Arbeitssicherheit sollten sich mit Social Media auseinandersetzen.[1]

1.1 Definition

Der Begriff umfasst "digitale Medien und Technologien (…), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen."[1] Der Journalist, Buchautor und Blogger Sascha Lobo fasst es so zusammen: "Social Media sind Gespräche."

1.2 Social Media sind ein runder Tisch

Bildlich gesprochen, kann man sich Social Media wie einen runden Tisch vorstellen, an dem viele Menschen sitzen und sich z. B. über ein Ereignis, eine neue Idee, ein Produkt oder eine Dienstleistung austauschen. Es gibt Gesprächsteilnehmer, die sich bereits kennen, andere haben zum ersten Mal miteinander zu tun. Wie auch im "echten Leben" ist es für alle Beteiligten hilfreich, sich an bestimmte "Tischsitten" – also im übertragenen Sinne an Gepflogenheiten der Kommunikation – zu halten. In Social Media werden diese Regeln – Knigge lässt grüßen – als Netiquette bzw. Chatiquette (engl. net = Netz; to chat = plaudern und frz. etiquette = Etikette) bezeichnet. Bevor man in Social Media loslegt, ist es ratsam, sich über die jeweiligen Gepflogenheiten der Plattform zu informieren, auf der man sich bewegt.

1.3 Web 2.0: Das Ende der "Einbahnstraßen-Kommunikation"

Im Zusammenhang mit Social Media fällt häufig der Begriff Web 2.0. Dieser Begriff wurde erstmals Ende 2003 in einer Fachzeitschrift gegenüber einem größeren Publikum erwähnt, um eine Weiterentwicklung des World Wide Web zu beschreiben.[1]

Während Lesen – also das Konsumieren von Nachrichten – die Hauptaktivität im Web 1.0 darstellte, geht Web 2.0 über diese "Einbahnstraßen-Kommunikation" hinaus: Gemeint ist, dass die Inhalte von den Nutzern selbst erstellt, bearbeitet, kommentiert und mit anderen geteilt werden. Web 2.0 ist also vereinfachend gesprochen "Internet zum Mitmachen". Social Media sind eine Teilmenge des Web 2.0.

 

Wichtig

Web 2.0 verändert die Kommunikation

Kommunikation im Web 2.0-Zeitalter ist vernetzt, interaktiv, dynamisch, für alle zugänglich und vor allem schnell. Das Bild von einem Unternehmen, das Nachrichten an bestimmte Zielgruppen sendet, stimmt nicht mehr. Die Nutzer haben sich emanzipiert und erstellen selbst Inhalte, über die sie sich mit anderen austauschen. An die Stelle von medialen Monologen ("one-to-many-Kommunikation") sind sozial-mediale Gespräche ("many-to-many-Kommunikation") getreten.[2]

1.4 Social Media: Ein Thema für den Arbeitsschutz

Fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland nutzt bereits Social Media, weitere 15 % planen konkret diesen Schritt.[1] Diese Zahlen sprechen für sich: Als "vorübergehenden Hype" lassen sich Social Media also nicht mehr abtun. Statistiken belegen außerdem immer wieder, dass Social Media zu einem generationenübergreifenden Phänomen geworden sind.

Auch im Arbeitsschutz und in den angrenzenden Fachgebieten werden seit einigen Jahren verstärkt Social Media genutzt. So sind z. B. die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), einzelne Unfallversicherungsträger und weitere Institutionen aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz auf verschiedenen Plattformen präsent. Die Zahl der Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die auf XING, LinkedIn oder Facebook vertreten sind, wächst beständig.

 

Praxis-Beispiel

3 Beispiele, warum Sie sich als Sifa mit Social Media beschäftigen sollten

  1. Arbeitsschutz lebt von Kommunikation – und diese findet zunehmend über Social Media statt. Denken Sie daran, dass Sie typische Mediengenerationen, wie z. B. Praktikanten, Auszubildende und junge Berufseinsteiger, erreichen wollen. Für diese "Digital Natives" (= Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist) gehören Social Media einfach dazu!
  2. Social Media sind ein Recherchetool: In Foren finden Sie Kollegen...

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