Social Media und Arbeitsschutz / 3 Weitere Einsatzmöglichkeiten von Social Media im Arbeitsschutz

Viele Institutionen und Unternehmen sind in Social Media präsent, um die Kommunikation mit ihren Kunden und Interessenten zu unterstützen bzw. um neue Zielgruppen zu erschließen. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Einsatzmöglichkeiten.

Markenbildung und Employer Branding

Social Media werden auch zur Markenbildung und im Speziellen zum Employer Branding (= Bildung einer Arbeitgebermarke) eingesetzt. So präsentieren viele Arbeitgeber ihre Imagefilme auf YouTube oder richten eigene Facebook-Seiten ein, um gezielt potenzielle Bewerber anzusprechen. Ein Beispiel aus dem Arbeitsschutz ist die Facebook-Seite der BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) mit Hinweisen zu Ausbildungs- und Studienplätzen, freien Stellen und Bewerbungsfristen. Auch Businessnetzwerke wie XING und LinkedIn sowie Unternehmensblogs bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Employer Branding.

Produktentwicklungen

Ein weiterer interessanter Anwendungsfall von Social Media sind Produktweiterentwicklungen und Innovationen. Dabei setzen Unternehmen soziale Netzwerke ein, um von Kunden und Interessenten ein Feedback zu ihren Produktideen einzuholen. Diese werden dann im Zusammenspiel mit den Kunden – also im wahrsten Wortsinn zielgruppenspezifisch – zur Marktreife gebracht. Dieser enge Kontakt verringert das Risiko, dass ein Produkt an den Kundenwünschen vorbei entwickelt wird und stärkt die Kundenbindung. Siegmann hält diese Vorgehensweise im Bereich des Arbeitsschutzes z. B. im Rahmen von Ideen-Wettbewerben für interessant.

Netzwerkaufbau und Expertenaustausch

Die Kommunikation in Social Media ist vernetzt, interaktiv und schnell. Eine wichtige Einsatzmöglichkeit von Social Media besteht daher im Auf- bzw. Ausbau von Netzwerken sowie im Expertenaustausch.

Berufliche Netzwerke wie XING bieten z. B. die Möglichkeit, mit wenigen Klicks Fachveranstaltungen, Bücher oder andere Informationen weiterzuempfehlen. Über XING lassen sich auch auf einfache Weise Events wie z. B. Weiterbildungsveranstaltungen organisieren.

 

Praxis-Beispiel

Entwicklung einer "Arbeitsschutz-Community"

Ein aktuelles Beispiel für den Netzwerkaufbau und Expertenaustausch ist der Weltkongress 2014, der vom 24. bis 27.8.2014 in Frankfurt am Main stattfand. Für den Kongress wurden auch die Social-Media-Plattformen LinkedIn, Facebook und YouTube genutzt. So konnten Präventionsfachleute schon Monate vor Beginn des Kongresses über Social Media den Kontakt zu anderen Experten suchen, bereits bestehende Kontakte festigen und sich über aktuelle Themen rund um den Kongress informieren. Während der Kongresslaufzeit konnte dieser professionelle Austausch, z. B. durch persönliche Treffen in Frankfurt, intensiviert werden. Auch nach Beendigung des Weltkongresses 2014 kann der weltweite Dialog über Social Media fortgesetzt werden.

Kampagnenkommunikation

Um das Erreichen von Präventionszielen zu unterstützen, führt die gesetzliche Unfallversicherung seit mehreren Jahren Präventionskampagnen durch. Diese sollen mittel- und langfristig einen Beitrag zur Reduzierung von Unfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Erkrankungen leisten. Die Präventionskampagnen laufen i. d. R. über einen Zeitraum von 2 Jahren.

 

Praxis-Beispiel

Social-Media-Nutzung im Rahmen von Präventionskampagnen

Die DGUV hat erstmals im Rahmen der Präventionskampagne "Risiko raus!" das soziale Netzwerk Facebook genutzt, um auf ihre Präventionsangebote aufmerksam zu machen. Die Kampagne, die im Zeitraum 2010/2011 stattfand, setzte sich mit dem sicheren Fahren und Transportieren auseinander. Auch für die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" wurde ein Facebook-Auftritt kreiert. Die Seite "Deutschland bewegt Herbert" soll Jugendliche und junge Erwachsene zu mehr Bewegung animieren.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Arbeitsschutz Office. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Arbeitsschutz Office 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge