Laderampen / 2 Sicherheitsanforderungen

Die wichtigsten Sicherheitsanforderungen an Laderampen sind in Tab. 2 zusammengefasst.

 
Rampenbreite Die Rampe muss mind. 80 cm breit sein. Dies stellt eine Mindestforderung dar, die keinesfalls für größere Rampenaktivitäten oder nur für personengebundene, manuelle Tätigkeiten ausreicht.
Bereits beim Einsatz von handbewegten Flurförderzeugen, z. B. von Hubwagen oder einem Sackkarren, muss die Rampe deutlich größer sein: In diesem Fall muss zusätzlich ein Sicherheitsabstand von 2 × 30 cm eingeplant werden, die Rampe also (80 cm + 2 × 30 cm) = 1,40 m breit sein.
Beim Einsatz von kraftbetriebenen Flurförderzeugen, z. B. Gabelstaplern oder Mitgängerflurförderzeugen, muss die Rampenbreite (1,20 m + 2 × 50 cm Sicherheitsabstand) = 2,20 m betragen.
Die o. g. Verkehrswegbreiten auf einer Laderampe dürfen nicht durch Zwischenlagerung oder vorübergehend eingerichtete Arbeitsplätze, z. B. für das Umpacken von Waren, eingeengt werden.
Schrägrampen Schrägrampen müssen sicher begehbar und befahrbar sein (d. h. griffige Oberfläche). Schrägrampen sind ab einer Absturzhöhe von 1 m mit Geländer und einer Neigung von max. 12,5 % oder einem Verhältnis Höhe zu Länge von 1:8 auszuführen (Abb. 2).

Bei den Schrägrampen werden Flach-, Belag- und Steilrampen unterschieden:

  • Flachrampe: Neigungswinkel bis 12,5 %
  • Belagrampe: Neigungswinkel bis 16,5 %
  • Steilrampe: Neigungswinkel bis 40 % – Übergang zu den Treppen.

Für den Fahrverkehr dürfen Neigungen von 12,5 % nicht überschritten werden. Belagrampen müssen rutschhemmend ausgeführt sein, bei Steilrampen sind Trittleisten anzubringen, deren Abstand etwa der Schrittlänge des Menschen entsprechen sollte.

Beim Einsatz von handbetätigten Transportmitteln sollte eine Neigung von 5 % eingehalten werden.

Für die Gefahrenermittlung auf geneigten Rampen sind zu berücksichtigen:

  • Art des Transportmittels,
  • Lastgewicht,
  • Häufigkeit des Transports,
  • Länge des Verkehrswegs,
  • Bodenbeschaffenheit und
  • körperliche Voraussetzungen.
Absturzsicherungen Laderampen mit mehr als 1 m Höhe sollten v. a. in Bereichen, die keine ständigen Be- und Entladestellen darstellen, mit Absturzsicherungen ausgerüstet sein. Eine wirksame Absturzsicherung in diesen Bereichen bieten nur feste, evtl. aussteckbare Geländer mit Kniestab oder senkrechten Stäben. Ketten oder Seile sind dafür wegen ihrer Beweglichkeit nicht geeignet.
Unbedingt gesichert werden müssen die Randbereiche der Rampe und die Arbeitsbereiche an Abfallpressen oder -containern.
Rampenkanten Rampenkanten, an denen ständige Be- und Entladearbeiten vorgenommen und daher ungesichert betrieben werden können, müssen zur besseren Erkennbarkeit durch gelb-schwarze Schrägstreifen gem. Abschn. 5.2 ASR A1.3 gekennzeichnet werden.
Rampenabgänge Um Rampen sicher erreichen und verlassen zu können, sind Treppen bzw. Schrägen erforderlich. Ab einer Gesamtrampenlänge von 20 m muss – sofern betriebstechnisch möglich – an jedem Endbereich ein Abgang vorhanden sein. Treppen sind mit Handlauf, trittsicherem Bodenbelag und gleichmäßiger Stufenabmessung auszuführen.
Ladebrücke, Ladeblech Zur Überbrückung des Spalts und der evtl. Höhendifferenz zwischen Fahrzeug und Rampenkante müssen sog. Ladebleche oder Ladebrücken bereitgestellt werden. Diese müssen ausreichend breit sein und eine selbsttätige Sicherung gegen Verschieben besitzen.
Rutschhemmung Durch Witterungseinflüsse kann es auf Laderampen zu einer gefährlichen Glättebildung kommen. Hier sind geeignete organisatorische Maßnahmen zur Ausschaltung von Gefährdungen der Mitarbeiter erforderlich, z. B. Reinigungs- und/oder Streudienst. Eine mögliche Überdachung könnte die witterungsbedingte Gefährdung vermeiden.
Laderampen an Gleisanlagen Laderampen, die neben Gleisanlagen und mehr als 80 cm über der Schienenoberkante liegen, müssen so ausgeführt sein, dass Personen im Gefahrfall unter der Rampe Schutz finden können.
Hebebühnen

Absturzstelle zwischen Laderampenebene und der abgesenkten Hebebühnenplattform, z. B. durch ein an der Hebebühne angebrachtes Geländer, das in unterer Hebebühnenstellung die Lade­rampenebene um 1 m überragt, absichern.

Einzugsstellen bzw. Scherstellen zwischen den Außenkanten der Hebebühnenplattform und der Schachtwand verhindern, z. B., dass die Schachtwand unbeschädigt und glatt erhalten wird und der Spalt zwischen Hebebühnenplattform und Schachtwand nicht mehr als 1 cm beträgt.

Weitere Anforderungen enthält Kap. 2.10 BGR 500.
Hubladebühne Das Be- und Entladen über am Fahrzeug angebrachte Hubladebühnen (Ladebordwand) zur Laderampe ist sicherheitstechnisch nur zulässig, wenn die Ladefläche des Fahrzeugs höher als die Laderampe ist. Ist die Ladefläche niedriger, entsteht am Ende der Hubladebühne eine Stolperstelle für Personen bzw. eine Stoßkante für Transportmittel. Hubladebühnen haben die sicherheitstechnische Funktion, dass sie in Aufwärtsrichtung nachgeben können (Schwimmstellung).
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