Küchen / 1 Mögliche Gefahren

Zwei Drittel der Unfälle in Krankenhaus- und Heimküchen passieren beim Umgang mit Messern, Küchengeräten und heißen Töpfen, 20 % durch Ausrutschen und Stolpern (Quelle: BGW). Anhang I DGUV-R 110-002 liefert Beispiele für Maschinen und Geräte in Küchenbetrieben und nennt mögliche Gefährdungen und Maßnahmen. Gefahren bzw. Gefährdungen sind v. a.:

  • Brände und Verbrennungen: heiße Herdplatten und Gasflammen sowie heiße Fette, Öle oder fettige Küchentücher, die sich selbst entzünden können. Auch Kurzschluss in elektrischen Geräten durch Dampf und Feuchtigkeit kann zu Bränden führen;
  • Verbrühungen: heiße Flüssigkeiten;
  • Schnittverletzungen: scharfe Messer;
  • Hauterkrankungen, z. B. Ekzeme: ständig feuchte bzw. nasse Hände (Feuchtarbeit);
  • Knochenbrüche: Ausrutschen oder Stolpern;
  • Rückenschmerzen: langes Stehen bei zu niedrigen Arbeitsflächen, Heben schwerer Töpfe, Arbeiten in Zwangshaltung;
  • gehörschädigender Lärm: laute Maschinen und Geräte.
 

Achtung

Fettbrände nicht mit Wasser löschen

Brennendes Fett oder Öl darf nicht mit Wasser oder stark wasserhaltigen Flüssigkeiten gelöscht werden, da es sonst zu Explosionen kommen kann: Das Wasser sinkt ein, verdampft und schleudert das brennende Fett bzw. Öl in die Umgebung. Der Brand breitet sich so sehr schnell aus und kann zu schweren Verbrennungen führen.

Als Sofortmaßnahme sollten brennende Töpfe oder Pfannen abgedeckt und von der Herdplatte genommen werden. Löschdecken bieten bei Fettbränden keinen ausreichenden Schutz. Geeignet sind spezielle Löschmittel für Fett- und Ölbrände. Sie stoppen die Sauerstoffzufuhr, kühlen das brennende Fett ab und löschen es dadurch wirksam, bevor sich der Brand ausbreitet.

 

Wichtig

Scharfe Messer verwenden

Die Unfallgefahr beim Umgang mit scharfen Messern ist geringer als beim Verwenden stumpfer Messer: Bei stumpfen Messern muss man mehr Kraft aufwenden und rutscht leichter ab.

Wichtiger Aspekt in Küchen ist die strikte Einhaltung von Hygienevorschriften. Nur durch technische (u. a. bauliche), organisatorische und persönliche Maßnahmen kann die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet werden, u. a. dass weder Beschäftigte noch Dritte mit Keimen infiziert werden bzw. erkranken.

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