Gesundheit im Büro - Fragen... / 9.9 Gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung ergänzt die Erfordernisse regelmäßiger körperlicher Aktivität im Sinne einer gesunden Lebensweise. Heutige Ernährungsempfehlungen berücksichtigen gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Prävention chronischer Erkrankungen. Beschäftigte an Büroarbeitsplätzen sollten auf eine abwechslungsreiche, vitaminreiche, ballaststoffreiche Ernährung mit angemessenem Brennwert (Kilojoule/kJ) achten. Weniger gesättigte Fette, weniger Zucker und Salz, mehr frisches Obst und Gemüse beugen vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und manchen Krebserkrankungen vor. Nicht nur durch zu viel Essen, sondern auch durch eine unausgewogene Ernährung können chronische Krankheiten hervorgerufen werden. Das Essverhalten vieler Menschen orientiert sich heutzutage angesichts des Überflussangebotes von Nahrungsmitteln weniger an biologischen Notwendigkeiten der Nahrungsaufnahme, sondern an sehr unterschiedlichen anderen Beweggründen, die nicht einer gesunden Ernährung entsprechen.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich gesund zu ernähren. Entscheidend ist es, die Risikofaktoren, wie zu viel Energie, Fett, tierisches Eiweiß, Cholesterin, Salz, gesättigte Fettsäuren und raffinierter Zucker beziehungsweise niedermolekulare Kohlenhydrate, zu begrenzen. Es ist darauf zu achten, genügend Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu essen. Das geht am besten über Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse.

Eine der bekanntesten und gängigsten Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung ist der Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Die Größe der Segmente, die auf der Grundlage der Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr berechnet wurde, verdeutlicht das Mengenverhältnis der einzelnen Lebensmittelgruppen zueinander.

Abbildung 4: DGE-Ernährungskreis® (© Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Bonn)

Die Betriebsverpflegung durch Kantinen mit betriebseigenem Personal oder Catering-Unternehmen hat in den vergangenen Jahren eine Entwicklung zu größerer Angebotsvielfalt einschließlich mehr Obst und Gemüse sowie Salaten gezeigt. Individuelle Wünsche der Beschäftigten können durch freie Wahl der Menükomponenten erfüllt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat für die Betriebsgastronomie Nährstoffempfehlungen herausgegeben, die zu einer verbesserten Zusammensetzung des Angebots im Sinne einer gesunden Ernährung führen sollen. Sonder- und Aktionswochen können besondere Schwerpunkte bieten – zum Beispiel Fisch, Fitness-Wochen, saisonale Aktionen. Besonders willkommen sind Nährwertinformationen zu den angebotenen Speisen/Menüs mit Hinweisen beispielsweise auf Fettgehalt oder Ballaststoffe für jene, die sich bewusster ernähren wollen.

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