Gefahrenpiktogramme

Zusammenfassung

 

Begriff

Ein Gefahrenpiktogramm ist eine Abbildung, die zusammen mit einer Gefahrenbezeichnung einen ersten Hinweis gibt, welche Gefahren von einem Gefahrstoff ausgehen. Sie sind EU-weit festgelegte Warnzeichen zur Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen. Grundlage ist die seit Januar 2009 in Europa gültige CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (GHS). Stoffe müssen demnach seit Dezember 2010 und Gemische seit Mitte 2015 nach GHS gekennzeichnet werden. Bei Gemischen galt für Lagerware noch eine Übergangsfrist bis Mitte 2017, während der noch eine Kennzeichnung mit den Gefahrensymbolen nach der europä­ischen Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinie möglich war.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Folgende Vorschriften regeln die Kennzeichnung von Gefahrstoffen:

1 Gefahrenpiktogramme nach GHS-Verordnung

Gemäß CLP-Verordnung gibt es 9 Gefahrenpiktogramme mit entsprechender Bezeichnung und Kodierung:

  1. Explodierende Bombe (GHS01)
  2. Flamme (GHS02)
  3. Flamme über einem Kreis (GHS03)
  4. Gasflasche (GHS04)
  5. Ätzwirkung (GHS05)
  6. Totenkopf mit gekreuzten Knochen (GHS06)
  7. Ausrufezeichen (GHS07)
  8. Gesundheitsgefahr (GHS08)
  9. Umwelt (GHS09)

2 Gefahrensymbole nach Stoff- und Zubereitungsrichtlinie

Nach europäischer Stoff- und Zubereitungsrichtlinie gab es 10 Gefahrensymbole mit den entsprechenden Gefahrenbezeichnungen:

  1. E Explosionsgefährlich
  2. O Brandfördernd
  3. F Leichtentzündlich
  4. F+ Hochentzündlich
  5. T Giftig
  6. T+ Sehr giftig
  7. Xi Reizend
  8. Xn Gesundheitsschädlich
  9. C Ätzend
  10. N Umweltgefährlich

Weiterhin existierten Gefährlichkeitsmerkmale, wie entzündlich, krebserzeugend, fruchtschädigend, erbgutverändernd und sensibilisierend, für die es keine Gefahrensymbole gab. Für solche Stoffe wurden z. T. die o. g. Gefahrensymbole verwendet. Diese Kennzeichnung durfte noch bis 31.5.2017 für Lagerware bei Gemischen verwendet werden.

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