Führen auf Distanz / 9.2 Tipps für Mitarbeiter, die ihre Führungskraft nicht täglich sehen

Auch Beschäftigte müssen umdenken: Sie sind nun selbstverantwortlich für die Organisation ihrer Arbeit und das Arbeitsergebnis. Neue Kompetenzen müssen ggf. erworben werden.

  • Organisation der Arbeit

    Voraussetzung für die Eigenorganisation der Arbeit ist ein gutes Zeitmanagement und eine effektive Selbstorganisation. Es ist wichtig, dass Schwierigkeiten in der Arbeitsabwicklung frühzeitig erkannt und dem Vorgesetzten mitgeteilt werden, damit Lösungen gemeinsam gesucht werden können. Entscheidungen, die autonom getroffen werden können, sollten bei den Mitarbeitern mit der entsprechenden Stressresilienz verbleiben.

  • Umgang mit Konflikten

    Neben Komplikationen bei der täglichen Arbeit kann es Konflikte geben, die sich aus der entgrenzten Form der Zusammenarbeit ergeben: Kommunikationsmissverständnisse, die nicht direkt ausgeräumt werden, bleiben präsent und verursachen unangenehme Gefühle. Bemerkt ein Mitarbeiter ein Unwohlsein, was seine Arbeit oder die Zusammenarbeit mit seinem Vorgesetzten betrifft, dann sollte er dies persönlich ansprechen. Je früher, desto besser.

  • Selbstmotivation

    Emotionale und motivationale Tiefs müssen Mitarbeiter, die räumlich und zeitlich entgrenzt arbeiten, aushalten und selbst auflösen. Dauern diese motivationalen Durchhänger jedoch länger an, sind sie aufgefordert, den Kontakt zu Kollegen oder mit dem Vorgesetzten/Projektleiter zu suchen.

  • Medienkompetenz

    Bei selbstständigem Arbeiten im Homeoffice oder von unterwegs ist ein versierter Umgang mit PC, Tablets, Notebooks, Smartphone Voraussetzung.

  • Gesundheitskompetenz

    Neben der Medienkompetenz ist ein gesundheitsbewusstes Verhalten wichtig, damit es nicht zu einer Selbstausbeutung kommt und Arbeit und Freizeit in Balance bleiben. Das Thema der "ständigen Erreichbarkeit" spielt sich übrigens mehr im Kopf von Arbeitnehmern ab, als es wirklich eingefordert wird. Im Zuge der Entgrenzung der Arbeit ist es v. a. für jüngere Arbeitnehmer kein Thema, auch außerhalb der Arbeitszeiten E-Mails zu checken und zu beantworten. Vorausgesetzt es wird vom Vorgesetzten dahingehend honoriert, dass Arbeitszeiten durchlässig sind.

  • Arbeiten in virtuellen Teams

    In virtuellen und insbesondere multikulturellen Teams ist darauf zu achten, dass auch die Mitarbeiter die jeweiligen Empfindlichkeiten, Gepflogenheiten, Sitten und Gebräuche ihrer Kollegen kennen und Irritationen frühzeitig ansprechen, sodass Konflikte gar nicht erst entstehen.

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