Druckbehälter / Zusammenfassung
 
Begriff

Ein Druckbehälter ist ein geschlossenes Bauteil, das zur Aufnahme von unter Druck stehenden Fluiden (Gase, Dämpfe und Flüssigkeiten) ausgelegt und gebaut ist. Zum Druckbehälter gehören auch die direkt angebrachten Teile einschließlich der Vorrichtungen für den Anschluss an andere Geräte. Ein Behälter kann mehrere Druckräume beinhalten. Rohrleitungen zum Befördern von Fluiden sind keine Druckbehälter. Außer sog. "einfachen Druckbehältern" sind Druckbehälter Bestandteil von Druckgeräten i. S. der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU oder können selbst Druckgeräte sein. Druckanlagen können Dampfkesselanlagen, Druckbehälteranlagen, Füllanlagen für unter Druck stehende Gase oder Rohrleitungsanlagen unter innerem Überdruck enthalten.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Druckbehälteranlagen sind überwachungsbedürftige Anlagen nach § 2 Abs. 13 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) i. V. mit § 2 Nr. 30 Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Ausnahmen sind Anlagen mit geringem Risikopotenzial. Die Beschaffenheitsanforderungen an Druckbehälteranlagen sind harmonisiert, d. h. durch einschlägige EG-Richtlinien geregelt. Für einfache Druckbehälter ist die 6. Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (6. ProdSV/Richtlinie 2009/105/EG) maßgeblich, für Druckgeräte (mit einem max. zulässigen Überdruck von > 0,5 bar) die 14. ProdSV (Richtlinie 2014/68/EU). Für die Beförderung von Gefahrgut mit ortsbeweglichen Druckgeräten gilt die Richtlinie 2010/35/EU. Den Stand der Technik geben die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) wieder. Zum 1.1.2013 haben die auf der alten Druckbehälterverordnung (2003 außer Kraft getreten) basierenden Technischen Regeln für Druckbehälter (TRB) ihre Gültigkeit verloren. Für die Bereitstellung, Nutzung und Prüfung der Druckbehälter gilt die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).

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